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1 - Insulinpumpe

Wann kann ich eine neue Insulinpumpe oder CGM-System beantragen? Nach Garantieende?

Medtronic Produkte haben eine uneingeschränkte Lebensdauer. Generell ist eine neue Verordnung nur möglich, wenn die Garantielaufzeit überschritten ist und ein Defekt am Produkt vorliegt. Die Garantielaufzeit der Insulinpumpe liegt bei vier Jahren und der Transmitter hat ein Jahr Garantie. Sie sollten jedoch nach Garantieende ihr Gerät durch unseren Service überprüfen lassen, um sicherzustellen, dass dieses einwandfrei funktioniert.

Welche Systemsprachen sind für die Medtronic 640G Insulinpumpe verfügbar?

In den Einstellungen der 640G können Sie zwischen folgenden Systemsprachen wählen:

  1. Arabisch
  2. Chinesisch
  3. Dänisch
  4. Deutsch
  5. Englisch
  6. Finnisch
  7. Französisch
  8. Griechisch
  9. Hebräisch
  10. Ungarisch
  11. Italienisch
  12. Japanisch
  13. Norwegisch
  14. Polnisch
  15. Portugiesisch
  16. Russisch
  17. Slowakisch
  18. Slowenisch
  19. Spanisch
  20. Schwedisch
  21. Türkisch
  22. Tschechisch
  23. Niederländisch

Können MRT oder Röntgenapparate das System beschädigen?

Bei einem MRT-Scan werden sehr starke Magnetfelder und Funkwellen eingesetzt, um Organe und Strukturen im Inneren des Körpers abzubilden. Diese starken Magnetfelder können Deine Pumpe beschädigen und sie magnetisch anziehen. Infusionssets mit nicht metallischen Kanülen wie Mio, Quick-set und Silhouette können bedenkenlos im Körper verbleiben.

Wenn Du Dich einer Magnetresonanztomografie (MRT), einer Röntgenuntersuchung, einer Computertomografie (CT) oder einer Diathermiebehandlung unterziehst oder anderen Strahlungsarten aussetzen musst, musst Du die Pumpe, den Transmitter und den Glukosesensor ablegen, bevor Du den Raum betrittst, in dem die Untersuchung oder Behandlung stattfinden soll.

Die Insulinpumpe ist nach Schutzart gegen Wasser geschützt, warum empfehlen Sie Ihren Kunden, die Insulinpumpe während sämtlicher Wassersportaktivitäten abzunehmen?

MiniMed® 640G Insulinpumpe

Da die MiniMed® 640G wasserfest ist, ist es unwahrscheinlich, dass Wasser die Pumpe beschädigen würde. Dennoch solltest Du Deine Pumpe regelmäßig nach möglichen Rissen untersuchen, bevor Du diese dem Wasser aussetzt. Insbesondere wenn Deine Pumpe heruntergefallen ist oder Du annimmst, dass Deine Pumpe beschädigt ist. Deine Pumpe ist nicht wasserfest, wenn das Gehäuse beschädigt ist. Wenn Du befürchtest, dass Wasser in Deine Pumpe gedrungen ist oder Du andere mögliche Fehlfunktionen beobachtet hast, kontaktiere den Medtronic Diabetes Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 6464633.

MiniMed® VeoTM Insulinpumpe

Unsere MiniMed® VeoTM Insulinpumpen sind nach Schutzart IPX7 gegen Eindringen von Wasser geschützt. Das heißt, sie halten einem versehentlichen Eintauchen in Wasser oder Wasserspritzern stand, sollten aber nicht vollständig in Wasser eingetaucht werden.

Was kann ich machen, wenn Insulin, Schweiß, Wasser oder andere Flüssigkeiten an meine Pumpe gekommen sind?

Deine Insulinpumpe kann einem versehentlichen Kontakt mit Flüssigkeiten, einschließlich Insulin und Wasser, standhalten. Wenn Deine Insulinpumpe in Kontakt mit Insulin gekommen ist, befolge bitte die gleichen Schritte, die bei einem versehentlichen Wasserkontakt zu befolgen sind:

  • Tupfe die Gehäuseaußenseite ab, bis das Gehäuse trocken ist.
  • Öffne das Reservoirfach und kontrolliere das Reservoirfach, sowie das Reservoir auf Feuchtigkeit. Trockne das Reservoirfach schnellstmöglich. Flüssigkeiten wie Wasser oder Insulin können schädigend auf den Pumpenmechanismus wirken.
  • Trockne das Reservoir vollständig – Setze niemals ein feuchtes Reservoir in die Pumpe ein.
  • Verwende zum Trocknen der Pumpe keinesfalls heiße Luft und keinen Fön. Dies kann zu Beschädigungen der elektronischen Pumpenbauteile führen.
  • Kontrollieredas Batteriefach und die Batterie – sollten diese feucht sein, so lass sie vor dem erneuten Verwenden der Pumpe vollständig trocknen.
  • Führe einen Selbsttest durch (Menü Zusatzfunktionen).

Falls Du die Pumpe nahe am Körper trägst, bitte die Pumpe durch geeignete Taschen – das kann auch eine Babysocke sein – vor dauernder Feuchtigkeit durch Schweiß schützen. Dazu bieten wir auch diverse Taschen an, bestimmt ist auch was für Dich dabei.

Was mache ich, wenn meine Pumpe heruntergefallen ist?

Überprüfen Sie bitte die folgenden Punkte:

  • Vergewissere Dich, dass sämtliche Verbindungen noch fest sind. Kontrolliere Display, Tastenfeld und Pumpengehäuse auf Risse und andere Schäden.
  • Prüfe das Infusionsset einschließlich des Konnektors und der Schlauchleitung auf Risse und andere Schäden.
  • Prüfe die Statusanzeige. Kontrolliere die Basalraten und die anderen Pumpeneinstellungen.
  • Führe einen Selbsttest (Menü Zusatzfunktionen) durch.

Wende Dich an Deinen Medtronic Diabetes Service unter 0800 6464633, wenn Du Unterstützung benötigst.

Was ist, wenn ich die Pumpe einmal ablegen will (Pumpenpause)?

Wenn Du den Tag am Strand verbringst oder einfach so eine “Pumpenpause”” einlegen möchtest, kannst Du Dir die dafür notwendige Rückkehr zum Insulinpen dadurch vereinfachen, dass Du vorher einen entsprechenden Plan machst. Nachfolgend findest Du einige Richtlinien, die Dich und Dein Diabetesteam bei der Erstellung eines solchen Plans unterstützen können.

Hinweis: Bei diesen Richtlinien gehen wir davon aus, dass Du weiterhin Dein Pumpeninsulin (meistens kurzwirksames Humalog® oder NovoRapid®) benutzt, es sich aber selbst injizierst.

Bis zu 1 Stunde

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Ablegen messen
  • Basalinsulin:Keine Injektionen erforderlich
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ > 13 mmol/l (234 mg/dl), Ketone messen.

Bis zu 4 Stunden

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Ablegen, vor Mahlzeiten und in Stunde 3 und 4 messen
  • Basalinsulin: Injektion entsprechend versäumter Basaldosis vornehmen
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Über Nacht

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor dem Schlafengehen messen und Alarm so einstellen, dass alle 3 bis 4 Stunden gemessen wird
  • Basalinsulin: Alle 4 Stunden entsprechend versäumter Basaldosis injizieren
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Bis zu 24 Stunden (oder länger)

  • Messen: Blutzucker (BZ) vor den Mahlzeiten, alle 3 bis 4 Stunden und vor dem Schlafengehen messen
  • Basalinsulin: Alle 4 Stunden entsprechend versäumter Basaldosis injizieren
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Länger als einen Tag

  • Messen: Für eine optimale Einstellung wird eine häufige BZ-Messung empfohlen
  • Basalinsulin: Zur Vereinfachung kann Ihr Arzt länger wirksames Insulin statt des kurz wirksamen Insulins verordnen
  • Körperliche Anstrengung: BZ vor, während und nach der Aktivität messen; nach großer Anstrengung 24 Stunden lang genau überwachen. Dosis/Dosen (Basal und Bolus) entsprechend senken
  • Bolusinsulin: Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um die Kohlenhydrate basierend auf BZ-Wert und BE/KE-Faktor auszugleichen. Injizieren (oder Pumpe wieder anschließen/Bolus abgeben), um hohen BZ gemäß Korrekturformel auszugleichen. Wenn BZ höher als 13 mmol/l (234 mg/dl) ist, Ketone messen.

Wenn Du Fragen zum Diabetes-Management ohne Pumpe hast, sprich mit Deinem Arzt darüber. Wenn Du Fragen zu Funktionen der Medtronic Diabetes-Insulinpumpe hast, wende Dich bitte an den Medtronic Diabetes Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 6464633.

Verweis: Humalog ist eine eingetragene Marke von Eli Lilly and Company. NovoRapid ist eine eingetragene Marke von Novo Nordisk A/S.

Welche Utensilien brauche ich für Krankheitstage?

Folgende Utensilien usw. solltest Du im Haus haben und beim Verlassen des Hauses mit Dir führen:

  • Zuckerhaltige Flüssigkeiten (Fruchtsaft, gesüßten Tee und Traubenzucker) als Ersatz für feste Speisen.
  • Zuckerfreie Flüssigkeiten als Ersatz für Flüssigkeitsverlust (Diätgetränke, Brühe, Wasser)
  • Fieberthermometer
  • Zuckerfreie Medikamente gegen Fieber, Husten, Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen.
  • Zusätzliche Messstreifen für die Bestimmung von Blutzucker und Urinketonspiegel.
  • Glukagon-Notfall-Set für die Behandlung schwerer Hypoglykämien.

Was muss ich beachten, wenn ich krank bin?

Wenn man krank ist, ist es schwierig, sich auch noch um seinen Diabetes zu kümmern. Wenn Du sehr krank und nicht in der Lage bist Dich um den Diabetes zu kümmern, solltest Du einen Freund oder ein Familienmitglied um Hilfe bitten. Wenn das nicht möglich ist, bitten Dein Diabetesteam um Unterstützung.

Während einer Erkrankung oder Infektion musst Du Deinen Blutzucker und den Urinketonspiegel häufiger messen als üblich. Durch Erkrankung und Infektion wird der Körper zusätzlich belastet, was vielfach zu einem Anstieg des Blutzuckers führt. Die Insulinpumpe ermöglicht es Dir, durch Anpassung der entsprechenden Einstellungen schnell und einfach auf erkrankungs- und infektionsbedingte Veränderungen des Blutzuckers zu reagieren. Auch wenn Du keine Nahrung aufnehmen kannst, benötigst Du Insulin. Deinen Blutzuckermesswerten kannst Du entnehmen, ob Deine Basalrate ausreichend ist, um dem aktuellen Insulinbedarf Deines Körpers zu genügen. Eventuell musst Du Dir öfter als üblich einen Korrekturbolus zuführen oder die Basalrate erhöhen oder beides.

Tipps für Krankheitstage

  • Bestimme rund um die Uhr alle 2 Stunden Deinen Blutzucker und den Urinketonspiegel.
  • Bestimme bei jedem Wasserlassen Deinen Urinketonspiegel.
  • Dokumentiere die Ergebnisse Deiner Blutzucker- und Urinketonbestimmungen, die Medikation, Deine Körpertemperatur und alle sonstigen Symptome.
  • Wenn Dein Blutzucker bei oder über 14 mmol/l (250 mg/dl) liegt und wenn der Urinketonspiegel mittelmäßig oder hoch ist, verabreiche Dir einen Insulinbolus.
  • Denke daran, dass bei erhöhtem Urinketonspiegel die Zufuhr von zusätzlichem Insulin und von Flüssigkeit selbst dann erforderlich ist, wenn der Blutzucker innerhalb Deines Zielbereichs liegt.

Wende Dich bei Erbrechen an Deinen Diabetologen, Hausarzt oder Diabetesberater, damit Du zur Vermeidung einer diabetischen Ketoazidose eine angemessene Behandlung mit Flüssigkeiten und Insulin erhältst.

Was muss ich besonders bei Fernreisen und Reisen in die USA beachten?

Während eines Langstreckenflugs solltest Du öfters aufstehen und umhergehen sowie viel Wasser trinken. So kannst Du der Bildung von Blutgerinnseln vorbeugen, die sowohl bei Menschen mit als auch ohne Diabetes auftreten können.

Durch Stress oder außergewöhnliche Aktivitäten oder anderes Essen kann Dein Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig sein. Prüfe deshalb Deinen Blutzuckerspiegel häufiger als üblich.

Reisen in den USA

  • In den USA ist eine Bestätigung des Arztes kein ausreichender Nachweis mehr für eine medizinische Notwendigkeit, wenn Du Spritzen mit Dir führst. Um mit Spritzen und anderem Zubehör für die Insulinverabreichung im Handgepäck ein Flugzeug besteigen zu dürfen, musst Du ein Insulinfläschchen mit einem professionellen, pharmazeutischen, gedruckten Etikett vorweisen können, aus dem das Medikament eindeutig hervorgeht. Hier werden keine Ausnahmen gemacht. Wenn sich die Verordnungsinformationen außen auf dem Umkarton der Insulinfläschchen befinden, musst Du diesen ebenfalls dabei haben.
  • In den USA musst Du auch für Inlandsflüge 2 Stunden vor dem Start zum Einchecken auf dem Flughafen sein, um alle Sicherheitsprüfungen rechtzeitig zu durchlaufen.
  • In den USA musst Du das Sicherheitspersonal darüber informieren, dass Du Diabetes hast, eine Pumpe trägst und Zubehör mit Dir führst.

 

Mehr Informationen findest Du im ReiseExpert

Wie passe ich die Basalraten bei Zeitverschiebung an?

Es gibt kein Patentrezept für die Anpassung der Basalraten, wenn Du mehrere Zeitzonen überschreitest. Berate Dich bei der Planung mit Deinem Diabetesteam über Deine Reiseroute und die Anpassungen, die Du vornehmen solltest oder berechne diese ganz einfach mit dem ReiseExpert.

Vergiss nicht, immer eine Liste mit Deinen Basalraten und den anderen Pumpeneinstellungen mit Dir zu führen. Dazu könnest Du zum Beispiel die CareLink® Software nutzen. Dort kannst Du Dir den Bericht “Geräteeinstellungen” als PDF abspeichern.

Es ist sehr wichtig, dass Du die Zeit auf die Zeit in Deinem Reiseland umstellst, da sich Deine Basalraten für nachts eventuell von den Basalraten für tagsüber stark unterscheiden. Wenn Du die Zeit nicht umstellest, könntest Du tagsüber zu viel Insulin und nachts zu wenig Insulin bekommen. Das kann gefährliche Auswirkungen haben. Besprich Dich daher bitte vor Reiseantritt mit Deinem Diabetesteam.

Mehr Informationen findest Du im ReiseExpert

An was muss ich alles denken, wenn ich auf Reisen gehe?

Deine Pumpe macht es Dir einfacher, auch auf Reisen eine gute Stoffwechseleinstellung aufrechtzuerhalten. Mahlzeiten außer der Reihe, Mahlzeiten, die größer oder kleiner als üblich sind oder Mahlzeiten, für die Du Dir mehr Zeit nehmen möchtest als sonst – für alle diese Fälle kannst Du einen Bolus einstellen.

Du kannst Deine Pumpe auch an Veränderungen gegenüber Deinem üblichen Aktivitätsgrad einstellen, beispielsweise, wenn Du später ins Bett gehst als üblich.

Wie Du Dich am besten auf die Reise vorbereitest und was Du mitnehmen musst, hängt davon ab, wohin die Reise geht und wie lange sie dauern wird. Für einen kurzen Inlandsflug und einen Urlaub im eigenen Land sind andere Vorbereitungen erforderlich als für einen Langstreckenflug mit Zeitverschiebung.

Reisecheckliste:

  • Ersatzbatterien für die Pumpe
  • Insulin (und die passenden Lagerungsbehälter)
  • Pumpenutensilien
  • Insulin-Pen oder -Spritzen
  • Keton-Teststreifen
  • Glukagon-Notfallset
  • Ausrüstung für Blutzuckermessung
  • Kohlenhydrate gegen Hypos und einfach zu transportierende Notrationen wie Müsliriegel

Bedenke außerdem Folgendes (Dokumente findest Du teilweise im ReiseExpert):

  • Notiere Dir die Kontaktdaten Deines Arztes und des Diabetesteams sowie eines Diabetes-Dienstes im Reiseland
  • Ärztliche Bescheinigung für Insulinpumpenträger (zur Vorlage an Flughäfen)
  • Trage einen Patientenausweis bei Dir, der darüber informiert, dass Du Diabetes hast und eine Insulinpumpe trägst
  • Nimm Medikamente gegen Durchfall und Übelkeit mit
  • Nimm die Bedienungsanleitung für Deine Pumpe und eine Liste aller Pumpeneinstellungen mit (Tipp: PDF-Dokumente auf mobilem Gerät speichern z.B. Bedienungsanleitung (hier) und CareLink® Bericht „Geräteeinstellungen“)
  • Wenn Du ins Ausland reist, notiere Dir nützliche Sätze in der Landessprache wie: “Ich habe Diabetes, bitte geben Sie mir Zucker oder etwas zu essen.”
  • Prüfe, ob Du Deine Utensilien und Vorräte problemlos in das Reiseland einführen darfst.

Wenn Du aus dem Ausland die 24-Stunden Hotline für technische Notfälle anrufen möchtest, nutze bitte folgende Rufnummer: +49 2159 8149 370.

Auf Flugreisen solltest Du Deine Medikamente, Snacks, die Pumpenutensilien und die Bestätigung Deines Arztes immer in Deinem Handgepäck bei Dir tragen. Dies ist sehr wichtig, denn Dein aufgegebenes Gepäck kann verloren gehen oder Du kannst durch ungeplante Aufenthalte länger unterwegs sein als vorgesehen. Außerdem kann Insulin in aufgegebenen Gepäckstücken extremen Temperaturen (oft unter dem Gefrierpunkt) ausgesetzt sein.

Es hat sich als sinnvoll erwiesen, doppelt so viel von allen Utensilien und Verbrauchsmaterialien mitzunehmen, wie Du eigentlich für die Reise benötigen würdest, um gegen unvorhersehbare Ereignisse gewappnet zu sein.

Wenn Du Pumpenutensilien im Ausland kaufen musst, können diese erheblich teurer sein, und einige Produkte sind nicht in jedem Land erhältlich. Wende Dich lieber erst an unseren Kundenservice vor Ort, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden (Globale Kontakte http://www.medtronic.com/about-us/company-profile/locations/index.htm).

Mehr Informationen findest Du im ReiseExpert

Wird meine Insulinpumpe durch die elektromagnetische Strahlung am Flughafen, MRT, Induktionsherd oder von Computern, Handys oder Aufnahmegeräten gestört?

Vermeide es, Deine Insulinpumpe einem starken Magnetfeld auszusetzen, wie es beispielsweise bei einem Magnetresonanztomografen (MRT) oder bei einem Ganzkörperscanner am Flughafen der Fall ist.

Deine Pumpe sollte weder dem Ganzkörperscanner noch dem Durchleuchtungssystem ausgesetzt werden, mit dem am Flughafen Dein Gepäck kontrolliert wird. Wenn Du durch den Ganzkörperscanner gehen willst, musst Du das Infusionsset vorher abtrennen und die Insulinpumpe und das CGM-System (Sensor und Transmitter) entfernen. Wenn Du die Geräte nicht abnehmen willst, bitte um eine andere Form der Untersuchung ohne Röntgendurchleuchtung. Solltest Du eine Urlaubspumpe mit Dir führen, vermeide bitte auch hier den Kontakt von Röntgenstrahlen. Die stationären und mobilen Metalldetektoren, die bei der Sicherheitsüberprüfung am Flughafen eingesetzt werden, sind kein Problem für Deine Insulinpumpe, das Infusionsset, das Reservoir und das CGM-System.

Setze Deine Pumpe nicht dem Einfluss von Permanentmagneten (z. B. Pumpenetui mit magnetischem Klappenverschluss) aus. Der Einfluss eines Permanentmagneten kann den Motor in der Pumpe stören. Bitte vermeide auch das Tragen eines Magnetarmbands.

Umfassende Prüfungen haben jedoch gezeigt, dass die Funktionsfähigkeit Deiner Insulinpumpe durch andere Geräte mit Magnetfeldern wie Metalldetektoren am Flughafen, elektronische Überwachungsgeräte und Mobiltelefone nicht beeinträchtigt wird.

Zwar können Mobiltelefone, schnurlose Telefone und andere mobile Geräte die Kommunikation von Deinem Blutzuckermessgerät/Transmitter zu Deiner Insulinpumpe stören, aber durch diese Störungen werden keine fehlerhaften Daten erzeugt und sie schaden weder Deiner Pumpe noch dem Messgerät. Du kannst die Kommunikation wiederherstellen, indem Du die anderen drahtlosen Geräte abschaltest.

Was muss ich beachten, wenn ich auf (Flug-)Reisen gehe?

MiniMed® 640G Insulinpumpe

Auf Flugreisen kannst Du Deine Insulinpumpe wie üblich benutzen. Wenn Du außerhalb der Europäischen Union reist, prüfe vorher, ob die von der Pumpe benutzte Funkfrequenz (vgl. Bedienungsanleitung) den Vorschriften Deines Reiseziels entspricht.

Wenn Du die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) der Pumpe nutzt, unterliegt die Pumpe den internationalen Normen und den Vorschriften der amerikanischen FCC (Federal Communications Commission), gemäß denen in Flugzeugen keine drahtlosen Geräte aktiv sein dürfen. Deswegen musst Du den Guardian 2 Link Transmitter vom Glukosesensor trennen. Bitte beachte, dass es nicht ausreicht, die CGM-Funktion abzuschalten, weil der Guardian 2 Link Transmitter weiterhin Funksignale abgibt, solange er nicht vom Glukosesensor getrennt wurde. Wenn Du während des Flugs Deinen Blutzuckerspiegel messen musst, müssest Du dies manuell mit Deinem Blutzuckermessgerät tun.

Zusätzlich muss die Übertragung der BZ-Messwerte vom CNL2.4 zur MM640G unterbrochen werden. Die erfolgt auch durch das aktivieren des Flugmodus. BZ-Werte können mit eingeschaltetem Flugmodus weiterhin gemessen werden, sie werden jedoch nicht an die Pumpe übertragen. Die BZ-Werte können stattdessen manuell in die Pumpe eingegeben werden (z.B. zur Nutzung des BolusExpert).

Mehr Informationen findest Du im ReiseExpert

MiniMed® Veo Insulinpumpe

Auf Flugreisen kannst Du Deine Insulinpumpe wie üblich benutzen. Wenn Du außerhalb der Europäischen Union reist, prüfe vorher, ob die von der Pumpe benutzte Funkfrequenz (vgl. Bedienungsanleitung) den Vorschriften Deines Reiseziels entspricht.

Wenn Du die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) der Pumpe nutzt, unterliegt die Pumpe den internationalen Normen und den Vorschriften der amerikanischen FCC (Federal Communications Commission), gemäß denen in Flugzeugen keine drahtlosen Geräte aktiv sein dürfen. Deswegen musst Du den MiniLink™ Transmitter vom Glukosesensor trennen. Bitte beachte, dass es nicht ausreicht, die CGM-Funktion abzuschalten, weil der MiniLinkTM Transmitter weiterhin Funksignale abgibt, solange er nicht vom Glukosesensor getrennt wurde. Wenn Du während des Flugs Deinen Blutzuckerspiegel messen musst, müssest Du dies manuell mit Deinem Blutzuckermessgerät tun.

Mehr Informationen findest Du im ReiseExpert

Ist meine Insulinpumpe wasserdicht? Kann ich damit schwimmen, duschen oder baden?

MiniMed® 640G Insulinpumpe

Wenn Reservoir und Schlauch ordnungsgemäß an Deiner MiniMed® 640G Insulinpumpe angeschlossen sind, ist sie wasserdicht (zum Zeitpunkt der Auslieferung, Schutzgrad IPX8, wasserfest) bis zu einer Tiefe von 3,6 Metern und einer Dauer von 24 Stunden.

Da Deine Pumpe wasserdicht ist, ist es unwahrscheinlich, dass Spritzwasser oder ein Eintauchen in Wasser zu einem Wasserschaden führt. Sollte Deine Pumpe heruntergefallen sein oder solltest Du den Verdacht haben, dass Deine Pumpe beschädigt ist, solltest Du Deine Pumpe – bevor Du sie Wasser aussetzt – sorgfältig untersuchen, um sicherzustellen, dass sie keine Risse aufweist. Wenn die Pumpe Risse hat, ist sie nicht wasserdicht.

Wenn Du vermutest, dass Wasser in Deine Pumpe eingedrungen ist, oder wenn Du einen anderen möglichen Pumpenfehler feststellest, so kontrolliere zunächst Deinen Blutzucker und behandel bei Bedarf einen überhöhten Blutzucker gemäß den Anweisungen Deines Arztes. Nimm Kontakt zu Medtronic auf, wenn Du weitere Hilfe benötigst. Nimm immer Kontakt mit Deinem Arzt auf, wenn Du einen übermäßig hohen oder niedrigen Blutzucker feststellst oder wenn Du eine Frage zu Deiner Behandlung hast.

MiniMed® Veo™ Insulinpumpe

Die MiniMed® Veo™ Insulinpumpe ist vor Spritzwasser geschützt, deswegen wird die MiniMed® Veo™ weiterhin als wasserbeständig, nicht wasserdicht/wasserfest bezeichnet (Schutzart IXP7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen in einer Tiefe bis zu einem Meter und einer Dauer von 30 Minuten).

Wir empfehlen den Nutzern der MiniMed® VeoTM, die Pumpe nicht absichtlich in Wasser einzutauchen. Vor Wassersportaktivitäten kannst Du Deine Pumpe leicht vom Körper trennen. Wenn Du die Pumpe vor Wassersportaktivitäten abtrennst, achte darauf, die Pumpe vor Wasser geschützt zu lagern. Du kannst Deine Insulinpumpe bis zu eine Stunde lang abnehmen, ohne Insulin spritzen zu müssen. Wenn Du die Pumpe länger als eine Stunde abtrennst, musst Du Dir das Insulin auf anderem Wege zuführen. Du kannst Dir kurzwirksames Insulin injizieren oder die Pumpe für einen Bolus wieder anschließen (weitere Informationen findest Du unter Richtlinien für das zeitweilige Ablegen). Miss Deinen Blutzuckerspiegel, nachdem Du die Pumpe wieder angeschlossen hast.

Was geben die Pfeile für die Änderungsraten / Trendpfeile an?

MiniMed® 640G

640G_1-Trendpfeile

Bild: Beispiel für Sensorinformationen in der Ausgangsanzeige

Die obige Sensorinformation sagt Dir, dass Dein aktueller SG-Wert 100 mg/dl (5,6 mmol/l) beträgt. In der Grafik kannst Du sehen, dass Dein SG-Wert sinkt. Über dem SG-Wert werden außerdem die Pfeile angezeigt. Diese Pfeile geben an, wie schnell Dein SG-Wert ansteigt oder abfällt:

640G_2-Trendpfeile

MiniMed® VeoTM

Veo_1-Trendpfeile

Bild: Beispiel für Sensorinformationen in der Ausgangsanzeige

Die obige Sensorinformation sagt Dir, dass Dein aktueller SG-Wert 108 mg/dl (5,6 mmol/l) beträgt. In der Grafik kannst Du sehen, dass Dein SG-Wert steigt. Neben dem SG-Wert werden außerdem die Pfeile angezeigt. Diese Pfeile geben an, wie schnell Dein SG-Wert ansteigt oder abfällt:

Veo_2-Trendpfeile

Wie kann ich meine Grenzwerte bzw. Alarme / Meldungen bei der MiniMed 640G für CGM sinnvoll einstellen?

Du solltest Dich für Deine individuellen Grenzwerte in jedem Fall an Deinen behandelnden Diabetologen wenden. Dies sind die Empfehlungen von Medtronic:

640G_1-Grenzwerte-Alarme

Bei welchen Patienten ist der Einsatz einer sensorunterstützten Pumpentherapie (SuP) sinnvoll? Welche Indikation muss man haben?

Sehr viele Patienten können von einer sensorunterstützen Pumpentherapie profitieren – insbesondere Typ-1-Diabetiker mit folgenden Indikationen*:

  • Hypoglykämien:
    • häufige schwere Hypoglykämien (mit Notwendigkeit für Fremdhilfe)
    • schwere nächtliche Hypoglykämien
    • nachgewiesene Hypoglykämiewahrnehmungsstörungen
  • unbefriedigende Stoffwechselkontrolle, wenn trotz Nutzung aller zur Verfügung stehenden Therapieformen (auch CSII), guter Compliance und Ausschluss schwerer psychologisch-psychiatrischer Störungen der angestrebte HbA1c-Wert nicht erreicht wird
  • vor/während Schwangerschaft mit unbefriedigender Stoffwechselkontrolle unter Einsatz konventioneller Therapieformen
  • Notwendigkeit von mehr als 10 Blutzuckermessungen täglich zur Erreichung des angestrebten Stoffwechselkontrollziels

*Quelle: Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) in der Gewebeflüssigkeit. Wissenschaftliche Bewertung von CGM und medizinische Beurteilung des Nutzens für die Diabetestherapie, AGDT DDG-DiabetesDE-Positionspapier. 20.01.2010, Liebl A et. al für die AGDT. Kontinuierliches Glukosemonitoring (CGM): Evidenz und Konsensus- Statement für den klinischen Einsatz.

http://www.ds-herz.de/fileadmin/Diabetes-Stoffwechsel-Herz/pdfs/CGM_Konsens_DSH201201.pdf

Kann eine sensorunterstützte Pumpentherapie mit Hypo-Abschaltung dabei helfen, Unterzuckerungen vorzubeugen?

Eine in Australien durchgeführte Untersuchung wurde bei fast 100 Kindern und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes und einer Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung die Wirksamkeit einer sensorunterstützten Pumpentherapie plus Hypo-Abschaltung mit einer herkömmlichen Insulinpumpentherapie (CSII-Therapie) verglichen. Das Ergebnis: Unter der Kombination aus sensorunterstützter Pumpentherapie und Hypo-Abschaltung trat in einem sechsmonatigen Beobachtungszeitraum keine einzige schwere Hypoglykämie auf – auch leichte Hypoglykämien wurden deutlich seltener beobachtet. Die Autoren der Studie folgern, dass die Hypo-Abschaltung eine sichere Option bei Kindern und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes ist.

(Studienquelle: Ly TT et al. JAMA 2013; 310: 1240-1247)

Was ist der Unterschied zwischen “Unterbrechen vor Niedrig”, “Warnmeldung vor Niedrig”, “Unterbrechen bei Niedrig” und “Warnmeldung bei Niedrig” bei der MiniMed 640G Insulinpumpe?

Mit SmartGuard® kannst Du Deine Pumpe so einstellen, dass kurz vor oder bei Erreichen Deines unteren Sensorglukose-Wertes (SG) eine Warnmeldung erscheint oder die Insulinabgabe abgeschaltet wird oder beides passiert.

640G_1-Warnm-Unterbrechung

Die folgende Tabelle beschreibt die Einstellungsmöglichkeiten:

Bezeichnung der Einstellung für Niedrig Funktionsweise
Unterbrechung für Niedrig Deine Pumpe stoppt die Insulinabgabe vorübergehend, wenn vorhersehbar ist, dass Dein Sensorglukose-Wert (SG) innerhalb von 30 Minuten 1,1 mmol/l (20 mg/dl) über dem festgelegten unteren Grenzwert liegt.
Wenn Du “Unterbrechen vor Niedrig” aktivierst, ist automatisch auch “Warnmeldung bei Niedrig” aktiviert.
Wenn “Unterbrechen vor Niedrig” aktiviert ist, wird die Inuslinabgabe nicht gestoppt, wenn Dein SG-Wert nicht mindestens 3,9 mmol/l (70 mg/dl) über dem unteren Grenzwert ist.
Warnmeldung vor Niedrig Deine Pumpe gibt jedes Mal eine Warnmeldung ab, wenn vorhersehbar ist, dass Dein SG-Wert innerhalb von 30 Minuten den unteren Grenzwert erreichen wird. Die “Warnmeldung vor Niedrig” kann unabhängig davon genutzt werden, ob “Unterbrechen vor Niedrig” aktiviert ist oder nicht.
Unterbrechen bei Niedrig Deine Pumpe unterbricht die Insulinabgabe vorübergehend, wenn Dein Sensorglukose-Wert (SG) den unteren Grenzwert erreicht hat. Gleichzeitig wird die Warnmeldung “Unterbrechen bei Niedrig” ausgelöst.
Warnmeldung bei Niedrig Dein System gibt jedes Mal eine Warnmeldung ab, wenn Dein Sensorglukose-Wert (SG) den unteren Grenzwert erreicht oder unterschreitet.

 

Wenn Deine Pumpe die Insulinabgabe aufgrund der Einstellung “Unterbrechen vor Niedrig” abschaltet, wird die Meldung “Sensorglukose nähert sich dem unteren Grenzwert. BZ prüfen.” auf der Ausgangsanzeige angezeigt.

Wenn Du NICHT auf die Warnung reagierest, schaltet die Pumpe die Insulinabgabe ab, es ertönt ein Alarmsignal und in der Anzeige steht “Bitte rufen Sie den Rettungsdienst. Ich habe Diabetes.” Es gibt drei Möglichkeiten, wie die Basalrate wieder aufgenommen werden kann.

  1. Du startest die Basalrate manuell.
  2. Die Abgabe der Basalraten wird automatisch fortgesetzt, wenn:
  • die Pumpe mindestens 30 Minuten abgeschaltet war UND
  • die Sensorglukose (SG) mindestens 1,1 mmol/l (20 mg/dl) über dem unteren Grenzwert liegt UND
  • die SG laut Vorausberechnung innerhalb der nächsten 30 Minuten mehr als 2,2 mmol/l (40 mg/dl) über dem unteren Grenzwert liegen wird.
  1. Die Insulinabgabe war 2 Stunden lang abgeschaltet.

Als Reaktion auf die Warnmeldung kannst Du wählen, ob die Basalinsulinabgabe gestoppt oder weiter ausgeführt werden soll. Wenn Du die Basalabgabe weiter ausführen lässt, gibt die Pumpe weiterhin Insulin ab. Wenn Du die Basalabgabe stoppst, schaltet die Pumpe wie oben beschrieben die Insulinabgabe ab.

Wofür ist die Funktion SmartGuard (prädiktive Abschaltung oder „Unterbrechen vor Niedrig“) der MiniMed 640G Insulinpumpe gedacht?

Die Funktion SmartGuard® kannst Du nur nutzen, wenn Du die Option der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) in Deiner Pumpe aktiviert hast. SmartGuard® ist eine erweiterte Form der Hypo-Abschaltung für Nutzer, die anfällig für Hypoglykämien sind oder eine Hypoglykämiewahrnehmungsstörung haben. Damit kann die Insulinabgabe bei oder vor einer Unterzuckerung gestoppt und später automatisch wieder aufgenommen werden. Wenn die SmartGuard®-Funktion “Unterbrechen vor Niedrig” aktiviert ist, schaltet die Pumpe die Insulinzufuhr automatisch ab, wenn vorhersehbar ist, dass der Sensorglukose-Wert (SG) bald einen voreingestellten Grenzwert unterschreiten wird. Danach nimmt sie ebenfalls automatisch -spätestens nach 2 Stunden – die Basalinsulinabgabe gemäß dem voreingestellten Wert wieder auf. Alle anderen Sensorfunktionen sind während der Insulinabschaltung weiter verfügbar.

Warum wird die Insulinabgabe von der MiniMed 640G und der MiniMed Veo Insulinpumpe für 2 Stunden gestoppt und dann für 4 Stunden wieder aufgenommen?

Der Zeitraum von zwei Stunden basiert auf klinischen Erkenntnissen und ermöglicht dem Glukosespiegel, in den Normalbereich zurückzukehren. Die 4-stündige Wiederaufnahme der Insulinabgabe nach dem 2-stündigen Stopp verringert das Risiko einer reaktiven Hyperglykämie.

Was muss ich tun, wenn die Hypo-Abschaltung (Unterbrechen bei Niedrig) von der MiniMed 640G oder der MiniMed Veo Insulinpumpe ausgelöst wurde?

Wenn Du NICHT auf die Warnmeldung reagierst, schaltet die Pumpe die Insulinabgabe automatisch ab, es ertönt ein Alarmsignal und in der Anzeige steht: “Bitte rufen Sie den Rettungsdienst. Ich habe Diabetes”. Die Pumpe stoppt die Insulinabgabe 2 Stunden lang. Die MiniMed® VeoTM nimmt die Basalinsulinabgabe nach Ablauf der zwei Stunden automatisch wieder auf, die MiniMed® 640G schaltet die Insulinzufuhr automatisch wieder ein, sobald sich der CGM-Wert wieder normalisiert hat. Wenn Dein Glukoselevel 4 Stunden nach Wiederaufnahme der Basalabgabe immer noch niedrig ist, wird die Insulinabgabe erneut gestoppt.  Achtung: 4 Stunden-Rhythmik ist bei MM640G anders!

Als Reaktion auf die Warnmeldung kannst Du wählen, ob die Basalinsulinabgabe gestoppt oder weiter ausgeführt werden soll. Wenn Du die Basalabgabe weiter ausführen lässt, gibt die Pumpe weiterhin Insulin ab. Wenn Du die Basalabgabe stoppst, schaltet die Pumpe wie oben beschrieben die Insulinabgabe ab. Wenn die Hypo-Abschaltung ausgelöst wird, gibt die Pumpe ein Alarmsignal ab, um sicherzustellen, dass Du die Meldung bemerkst und darauf reagieren kannst.

Welche Funktion hat die Hypo-Abschaltung bei der MiniMed 640G und der MiniMed Veo Insulinpumpe?

Die Hypo-Abschaltung ist eine Funktion der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) für Nutzer, die vermehrt Hypoglykämien und/oder eine Hypoglykämiewahrnehmungsstörung haben. Wenn diese Funktion aktiviert ist, schaltet die Pumpe die Insulinabgabe automatisch für 2 Stunden ab, wenn der Zuckerspiegel einen voreingestellten Grenzwert erreicht hat. Nach zwei Stunden, nimmt die Pumpe automatisch die Basalinsulinabgabe wieder auf. Alle anderen Sensorfunktionen sind während der Insulinabschaltung weiter verfügbar und es besteht jederzeit die Möglichkeit manuell die Insulingabe fortzusetzen.

Bekomme ich nach der Garantie eine neue Pumpe? Ab wann hat man Anspruch auf eine neue Pumpe?

Dies wird sehr unterschiedlich geregelt und hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Eine Pumpe hat 4 Jahre Garantie, aber dies heißt nicht, dass in jedem Fall eine neue Pumpe genehmigt bzw. die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Eine neue Pumpe muss in jedem Fall genehmigt werden.

Was ist das Besondere an dem MiniMed 640G System?

Das MiniMed® 640G System ist weltweit das erste integrierte System aus Insulinpumpe und kontinuierlichem Glukosemonitor (CGM) mit SmartGuard® Technologie. Das System misst mithilfe eines Sensors kontinuierlich den Glukosespiegel und stoppt die Insulingabe automatisch bereits bei Annäherung an eine vorher festgelegte kritische Untergrenze. Die Insulinzufuhr wird automatisch wieder aufgenommen, sobald sich der Glukosestoffwechsel wieder erholt hat. Die MiniMed® 640G kann somit vor gefährlichen Hypoglykämien schützen.

Zu den Vorteilen des MiniMed® 640G-Systems zählen somit der verbesserte Schutz vor Hypoglykämien, die individualisierte und komfortable Durchführung der Diabetestherapie und das verbesserte Design, dank dem das System besonders einfach zu erlernen und intuitiv zu bedienen ist.

Was beeinflusst die Batterielebensdauer bei der Pumpe?

MiniMed® 640G Insulinpumpe

  • Einstellung für die Displaybeleuchtung
  • Hohe Werte für die Helligkeitseinstellung
  • Art der Vibrationseinstellung
  • Fernbedienung und Messgerät
  • Hohe Basalraten, sehr häufiges Drücken der Tasten, Bolusabgabe und Rücklauf
  • Häufige Warnmeldung “Kein Sensorsignal”/ “Sensorsignal nicht gefunden” (Sensor-Funktion)

 

Tipp: Verwende keine kalten Batterien, da die Batterielebensdauer fälschlicherweise als gering angezeigt werden kann. Dies kann dazu fuhren, dass der Batteriefehler-Alarm Deiner Pumpe ausgelöst wird. Lass kalte Batterien Zimmertemperatur annehmen, bevor Du sie in Deine Pumpe einsetzt.

 

MiniMed® VeoTM Pumpe

  • Aktivierung der Displaybeleuchtung
  • Art der Vibrationseinstellung
  • Fernbedienung und Messgerät
  • Hohe Basalraten, sehr häufiges Drücken der Tasten, Bolusabgabe
  • Häufige Warnmeldung über kein/ schwaches Sensorsignal (Sensor-Funktion)

 

Tipp: Verwende keine kalten Batterien, da die Batterielebensdauer fälschlicherweise als gering angezeigt werden kann. Dies kann dazu fuhren, dass der Batteriefehler-Alarm Deiner Pumpe ausgelöst wird. Lass kalte Batterien Zimmertemperatur annehmen, bevor Du sie in Deine Pumpe einsetzt..

Welche Arten von Batterien werden empfohlen?

MiniMed® 640G Insulinpumpe

  • Benötigt eine neue AA-Batterie mit 1,5 Volt.
  • Beste Ergebnisse erzielst Du mit einer neuen AA-Lithiumbatterie.
  • Die Pumpe kann auch mit einer AA-Alkali-Batterie oder einer voll aufgeladenen AA-Nickel-Metallhydrid-Batterie (NiMH-Akku) betrieben werden.
  • Benutze keine Zink-Kohle-Batterie in Deiner Pumpe.
  • Die Batterielebensdauer ist von der Art der Batterie und der Nutzung der Pumpe abhängig und beträgt üblicherweise 7 bis 14 Tage.
  • Die Batterien werden kostenfrei mit den Reservoiren* zur Verfügung gestellt.

*Dies gilt nur für Deutschland.

 

MiniMed® Veo™ Insulinpumpe

  • AAA-Alkalibatterie
  • Die von uns zur Verfügung gestellten Batterien von Energizer bieten ein sehr gut vorhersagbares Zeitfenster zwischen der Meldung “Pumpenbatterie schwach” und einer wirklich leeren Batterie, mit der das System keine Energie mehr bekommt. So ist sichergestellt, dass bei abnehmender Batteriestärke die richtigen Warnmeldungen angezeigt werden.
  • Bei Batterien anderer Marken oder Arten kann dieses Zeitfenster stärker schwanken.
  • Die Batterielebensdauer ist von der Art der Batterie und der Nutzung der Pumpe abhängig. Die übliche Lebensdauer einer Batterie beträgt 7 bis 10 Tage.
  • Die Batterien werden kostenfrei mit den Reservoiren* zur Verfügung gestellt.

*Dies gilt nur für Deutschland.

Wie schwer ist die Insulinpumpe?

MiniMed® 640G
Wiegt mit Batterie nur 102 Gramm.

MiniMed® Veo 5-Serie (554)
Wiegt mit Batterie nur 95 Gramm.

MiniMed® Veo 7-Serie (754)
Wiegt mit Batterie nur 102 Gramm.

Wie groß ist die Insulinpumpe?

MiniMed® 640G
etwa 5,3 cm breit x 9,6 cm hoch (inkl. Reservoirhals) / 8,8 cm hoch (ohne Reservoirhals) x 2,4 cm tief (ohne Gürtelclip).

MiniMed® VeoTM 5-Serie (554)
etwa 5,1 cm breit x 7,6 cm hoch x 2 cm tief.

MiniMed® VeoTM 7-Serie (754).
etwa 5,1 cm breit x 9,1 cm hoch x 2 cm tief.

2 - CGM & Sensor

Warum kann ich Warnmeldungen für Vertrauenspersonen auf einem iPhone oder iPad nicht einrichten oder ändern?

Bei der Verwendung des Safari-Browsers auf einem iPhone oder iPad können Schwierigkeiten bei der Einrichtung eines neuen Zugangs für Vertrauenspersonen oder der Änderung von Warnmeldungseinstellungen für eine Vertrauensperson auf der CareLink Connect-Website auftreten. Um dies zu vermeiden, verwendest Du Browser wie z. B. Google Chrome auf einem iPhone oder iPad oder änderst die Einstellungen auf einem Desktop-/Laptop-PC.

Wie kann ich die SMS-Warnmeldungen von CareLink Connect am besten nutzen? (Vertrauenspersonen)

Das Guardian Connect System ermöglicht Dir, CGM-Warnmeldungen mithilfe des CareLink Connect-Service an bis zu fünf Vertrauenspersonen per SMS zu senden. Hier einige Tipps für die optimale Nutzung dieser Funktion:

  • Dein mobiles Gerät (mit installierter Guardian Connect App) muss über WLAN oder ein mobiles Netzwerk mit dem Internet verbunden sein. Wenn Du eine Fehlermeldung erhälst, weil die Guardian Connect App keine Verbindung zum Internet herstellen kann, kann Deine Vertrauensperson keine SMS-Warnmeldungen empfangen.
  • Vertrauenspersonen können auf der CareLink Connect-Einstellungsseite eine Verzögerung eingeben. So kannst Du eine Warnmeldung auf Wiederholung setzen, bevor die Warnmeldung an Deine Vertrauensperson weitergeleitet wird. Für Warnmeldungen Niedrig ist die Verzögerung standardmäßig deaktiviert. Für alle anderen Warnmeldungen ist eine zehnminütige Verzögerung voreingestellt. Auch wenn keine Verzögerung eingestellt ist, werden Warnmeldungen u. U. nicht an Vertrauenspersonen weitergeleitet, wenn Du die Warnmeldung sofort auf Wiederholung setzt.
  • CareLink Connect sendet SMS-Warnmeldungen sofort (d. h. nach der von Ihrer Vertrauensperson eingestellten Verzögerung) an das Mobiltelefon der Vertrauensperson. Je nach Netzwerkleistung braucht Dein mobiles Netzwerk u. U. einige Minuten für die Übertragung der Warnmeldung.

SMS-Warnmeldungen tragen dazu bei, dass Deine Vertrauenspersonen bezüglich des Glukosespiegels auf dem neuesten Stand sind. Probleme mit Deiner Internetverbindung oder Deines mobilen Netzwerks können jedoch dazu führen, dass SMS-Warnmeldungen nicht empfangen werden. Daher solltest Du als Anwender des Guardian Connect Systems sowie Deine Vertrauenspersonen sich bei der Behandlung des Diabetes nicht ausschließlich auf diese Warnmeldungen verlassen.

In welchen Ländern/ Sprachen ist der Guardian Connect erhältlich?

UK, Ireland, Austria, Germany, France, Italy, Switzerland, Netherlands, Belgium, Spain, South Africa, Greece, Sweden, Norway, Finland, Denmark, Poland, Israel, UAE, Qatar, Saudi Arabia, Lebanon, Kuwait, Russia, Ukraine, Czech, Slovakia, Slovenia, Hungary

Wie bestätige ich beim Einrichten meines CareLink Accounts, dass ich „kein Roboter bin“?

Wenn Du die Registrierung von CareLink nicht von Deinem Mobilgerät abschließen kannst (indem Du auf das Feld “Ich bin kein Roboter” klickst), scrolle zum Seitenanfang, um die Überprüfung abzuschließen (klicke auf die entsprechenden Bilder).

Wie kann ich den Empfang von SMS-Nachrichten vom CareLink Connect System beenden?

Am besten kannst Du die Einstellungen für die von Dir empfangenen Nachrichten ändern, indem Du Deine Einstellungen auf der CareLink Connect Website änderst. Du kannst festlegen, welche Warnmeldungen Du empfangen möchtest oder ob Du alle Warnungen vollständig beenden möchtest, indem Du alle Warnungen deaktivierst. Gehe auf www.carelink.minimed.eu / CareLink Connect Registerkarte / Menü / Einstellungen für Benachrichtigungen. Alternativ kannst Du mit dem Text: STOPP auf die CareLink Connect-Nummer antworten, um Benachrichtigungen zu beenden. Diese Option deaktiviert alle Einstellungen auf der CareLink Connect-Website. Du erhältst eine Bestätigungsmeldung auf  Deutsch.  Bitte beachte, dass nicht alle Mobilfunknetze die Deaktivierung per SMS unterstützen, indem sie auf die CareLink Connect SMS antworten. Wenn diese Methode nicht von Deinem Mobilfunkanbieter unterstützt wird, kannst Du Deine Einstellungen weiterhin auf der CareLink Connect Website anpassen.

Wie kann ich Vertrauenspersonen anlegen und verwalten? (Guardian™ Connect)

Drücke auf das Menüsymbol oben links auf der Startseite der App. Tippe auf CareLink  Synchronisation / Vertrauenspersonen verwalten. Du wirst automatisch auf die Registerkarte CareLink Connect auf www.carelink.minimed.eu umgeleitet. Tippe auf die Menü-Schaltfläche in der oberen linken Ecke / Connect-Einstellungen / Vertrauensperson hinzufügen. Fülle die Pflichtfelder für Deine Vertrauensperson aus (Vorname, Nachname). Erstelle einen Benutzernamen und ein temporäres Kennwort für die Vertrauensperson und klicke dann auf Speichern. Dieses temporäre Passwort ist für 24 Stunden gültig. Du musst jetzt Deine Vertrauensperson kontaktieren, um ihr die Anmeldeinformationen mitzuteilen. Du musst sie darüber informieren, dass sie 24 Stunden Zeit haben, um sich bei www.carelink.minimed.eu anzumelden, um ihre Einrichtung als Vertrauensperson abzuschließen. Erst nach der Aktion Deiner Vertrauensperson wirst Du verbunden sein und teilst Deine Glukose-Informationen mit dieser Vertrauensperson. Weitere Informationen zur Registerkarte CareLink Connect und zur Verwaltung von Vertrauenspersonen findest Du im CareLink Connect Benutzerhandbuch, das Du auf der Registerkarte CareLink Connect von CareLink Personal findest.

Warum muss ich ggf. öfter als zweimal täglich kalibrieren? (Guardian™ Connect)

Das Guardian Connect System überwacht Deine Sensor-Messwerte den ganzen Tag, um sicherzustellen, dass Deine Sensor-Glukosewerte genau bleiben. Das System kann Dich manchmal dazu auffordern eine zusätzliche Kalibrierung durchzuführen, wenn festgestellt wird, dass die Genauigkeit des Sensors verbessert werden könnte.

Die Zeit bis zur nächsten Kalibrierung, die in der App angezeigt wird, zeigt typischerweise Änderungen der Kalibrierungszeit an. In einigen Fällen zeigt das System 6 Stunden statt 12 Stunden bis zur nächsten Kalibrierung an. In anderen Fällen kann das System sofort erkennen, dass eine Kalibrierung erforderlich ist, um die Genauigkeit aufrechtzuerhalten, und Du erhältst eine Warnmeldung “Jetzt kalibrieren”, ohne vorherige Änderungen in der Zeit bis zur nächsten Kalibrierung zu sehen.

Wenn Du nicht kalibrierst, wenn Du dazu aufgefordert wirst, stoppt die Guardian Connect App die Anzeige der Sensorwerte, bis Du eine gültige Kalibrierung eingegeben hast.

Warum muss ich an Tag 1 ggf. öfter kalibrieren? (Guardian™ Connect)

Das Guardian Connect-System überwacht Deine Sensor-Messwerte den ganzen Tag, um sicherzustellen, dass Deine Sensor-Glukosewerte genau bleiben. In einigen Fällen kann es erforderlich sein, dass der Sensor häufiger kalibriert werden muss, wenn festgestellt wird, dass die Genauigkeit verbessert werden könnte. Nach dem Anlegen eines neuen Sensors sind die Kalibrierungen am 1. Tag der Schlüssel für die Systemgenauigkeit und werden von der App angefordert: Innerhalb von 2 Stunden, nach dem Anschließen des Transmitters an den Sensor und dem Start der Aufwärmphase. Du erhältst eine Warnmeldung “Jetzt kalibrieren”, wenn das System für die erste Kalibrierung bereit ist. Nach dieser Kalibrierung werden die Sensorglukosewerte innerhalb von 15 Minuten angezeigt. Innerhalb von 3 bis 6 Stunden ab der ersten Kalibrierung fordert das System Sie auf, die nächste Kalibrierung durchzuführen. Der gleiche Vorgang kann sich in den ersten 12 Stunden wiederholen. Überprüfe den Status “Zeit bis zur nächsten Kalibrierung” im Kalibrierungs-Eingabefenster, um entsprechend für die nächste Kalibrierung zu planen.

Ab wann ist Guardian Connect verfügbar?

Unser neues Guardian Connect rtCGM-System wird voraussichtlich Anfang 2017 zur Verfügung stehen. Ein Antrag auf Hilfsmittelnummer ist gestellt und der zeitliche Rahmen bis zur Vergabe beträgt 3 Monate, wenn keine Beanstandung vorliegt, womit wir nicht rechnen. Bis zur Vergabe der Hilfsmittelnummer liegt es im  Ermessen der Krankenkasse, ob das Produkt schon erstattet oder bis zur endgültigen Vergabe der Hilfsmittelnummer gewartet wird. Eine Verordnung kann demnach mit Produktverfügbarkeit Anfang 2017 gestellt werden.  Wenn Du Interesse am Guardian Connect hast, kannst Du dich bei uns registrieren, so dass wir dich zeitnah bei Produktverfügbarkeit informieren können.

Wann kann ich eine neue Insulinpumpe oder CGM-System beantragen? Nach Garantieende?

Medtronic Produkte haben eine uneingeschränkte Lebensdauer. Generell ist eine neue Verordnung nur möglich, wenn die Garantielaufzeit überschritten ist und ein Defekt am Produkt vorliegt. Die Garantielaufzeit der Insulinpumpe liegt bei vier Jahren und der Transmitter hat ein Jahr Garantie. Sie sollten jedoch nach Garantieende ihr Gerät durch unseren Service überprüfen lassen, um sicherzustellen, dass dieses einwandfrei funktioniert.

Wie sieht es mit dem Zugriff Dritter auf die CGM-Daten aus?

Die Nutzung des CGM-Systems erfordert die Erhebung von Glukosedaten mittels eines Transmitters. Diese Daten werden vom Transmitter per Funk an die Insulinpumpe übertragen und auf dem Display der Insulinpumpe kontinuierlich angezeigt. Die Daten werden in der Insulinpumpe gespeichert. Im Rahmen der ärztlichen Therapie können die Daten durch den Facharzt ausgelesen und analysiert werden. Die vom Arzt hierzu genutzte Software ist nicht webbasiert, sondern befindet sich innerhalb der gesicherten IT Infrastruktur der Praxis des Arztes bzw. des Krankenhauses, an dem er tätig ist. Die Daten werden dann zusätzlich im Rahmen der Therapie-und Behandlungsentscheidungen des Arztes auf dem Praxis- bzw. Klinikserver gespeichert.
Weitere oder andere Software ist für den Betrieb des CGM Systems nicht erforderlich. Der Hersteller hat zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf die in der Insulinpumpe oder dem Praxis-bzw. Klinikserver gespeicherten Daten zuzugreifen.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um die Kosten für rtCGM (REAL-Time CGM) erstattet zu bekommen?

GBA-Beschlussfassung vom 16. Juni 2016 sieht folgende Voraussetzungen zur Kostenerstattung eines rtCGM Systems vor:
  • Diabetes mellitus Erkrankung, die mit einer intensivierten Therapie (z.B. Pen- und Pumpentherapie) behandelt wird
  • Betreuung durch einen Facharzt für Diabetologie oder Endokrinologie
  • Verpflichtende Schulung zur Anwendung des CGM-Systems
  • Festlegung eines individuellen Therapieziels zur Stoffwechseloptimierung zwischen Arzt und Patient
  • CGM-Systems muss über kontinuierliche Übertragung der Glukosewerte mitAlarmfunktion verfügen; Kein FGM
  • Der Einsatz des CGM-Systems muss sicherstellen, dass kein Zugriff Dritter auf die personenbezogenen Daten möglich ist

 

Voraussetzung für die Kostenerstattung ist eine Diabetes mellitus Erkrankung, die mit einer intensivierte Therapie (= flexible Insulintherapie mit Blutzuckerselbstkontrolle, folglich Pen- und Pumpentherapie) behandelt wird. Neben der Betreuung durch einen Facharzt für Diabetologie oder Endokrinologie ist eine Schulung zur Anwendung des CGM Systems verpflichtend. Darüber hinaus ist ein individuelles Therapieziel unter Nutzung des CGM Systems zwischen Arzt und Patient festzulegen. Das eingesetzte CGM System muss über eine Real-Time Funktion und eine Alarmfunktion verfügen, die vor der Erreichung individuell einstellbarer Grenzwerte warnt. Der Einsatz des CGM-Systems muss sicherstellen, dass kein Zugriff Dritter auf die personenbezogenen Daten möglich ist.  

Funktioniert der Transmitter der MiniMed 640G (Guardian2Link) auch mit dem Guardian Connect? (Guardian™ Connect)

Nein, der MiniMed 640G Transmitter (Guardian2 Link) ist nicht mit dem Guardian Connect System kompatibel. Der Guardian Connect Transmitter ist der einzige Transmitter, der mit dem Guardian Connect System kompatibel ist, da er über eine Bluetooth Schnittstelle verfügt.

Wie oft sendet der Transmitter Daten an die App? (Guardian™ Connect)

Der Transmitter sendet die Daten via Bluetooth an die App. Der Transmitter sendet die Daten etwa alle 5 Minuten an die App. Anwender des Guardian Connect werden daher ca. 288 Werte pro Tag erhalten, wenn sich der Transmitter in Reichweite des Mobilgeräts befindet.

Welchen Einfluss hat die App auf die Akkulaufzeit des Smartphones? (Guardian™ Connect)

Die Nutzung von Bluetooth mit dem Guardian Connect System wird minimalen Einfluss auf die Akkulaufzeit ihres Mobilgeräts haben, ebenso wie das Senden der Daten von CareLink. Anwender werden einen kleinen Einfluss auf die Akkulaufzeit erfahren in Abhängigkeit davon, wie oft der Anwender mit der App interagiert.

Wie funktioniert Guardian™ Connect? (Guardian™ Connect)

Das Guardian Connect System misst mit einem subkutanen Sensor die Glukosekonzentration in der Zwischenzellflüssigkeit und schickt alle fünf Minuten (288 Mal am Tag) den Sensorglukosewert an die Guardian Connect App. Alle Bestandteile des Guardian Connect Systems kommunizieren mittels Bluetooth Low Energie (BLE) und W-LAN oder mobiler Datenverbindung. Der Transmitter kommuniziert über BLE mit der mobilen App. Die mobile App benutzt W-LAN oder die mobile Datenverbindung, um die Daten an CareLink zu senden. Ihre Vertrauenspersonen können über die CareLink Webseite per Smartphone, Tablet oder Computer ebenfalls auf Ihre Informationen zugreifen, wenn Sie das wünschen. Das jeweilige Gerät muss mit dem Internet verbunden sein, um diese Informationen zu empfangen. Vertrauenspersonen, z.B. Eltern von Kindern können auch SMS bei verschiedenen Warnungen bekommen.

Brauche ich eine Verordnung für Guardian™ Connect? (Guardian™ Connect)

Du brauchst für den Guardian Connect keine Verordnung, Du kannst es privat erwerben. Wenn Du jedoch die Kosten über Ihre Krankenkasse erstattet bekommen möchtest, dann musst Du dir das Produkt verordnen lassen.

Wo kann ich Guardian™ Connect kaufen? (Guardian™ Connect)

Du kannst den Guardian Connect direkt bei Medtronic bestellen. Dieser ist ab Anfang 2017 in Deutschland erhältlich. Sobald der Guardian Connect verfügbar ist, werden wir Dich bei Interesse gerne informieren. Du kannst dich gerne auf unserer Webseite registrieren: www.medtronic-community.de

Wie lange dauert es, bis die ersten Werte angezeigt werden? (Guardian™ Connect)

Je nach Person dauert es etwa ein bis zwei Stunden, das Guardian™ Connect System startbereit zu machen. Es dauert etwa 10-20 Minuten, um den Sensor zum ersten Mal zu platzieren, mit dem Transmitter zu verbinden und die App einzustellen. Nach der Platzierung braucht der Sensor etwa zwei Stunden bis die ersten Werte angezeigt werden.

Wie oft und wann muss ich ein CGM System kalibrieren?

Sie müssen mindestens zwei Mal am Tag kalibrieren. Das System verlangt eventuell weitere Kalibrierungen, damit eine ausreichende Genauigkeit erreicht werden kann.

Kalibrationszeitpunkt:

Kalibrieren Sie nur, wenn Ihr Glukosespiegel stabil ist. Gute Zeitpunkte sind:

  • Vor den Mahlzeiten
  • Wenn kein Trendpfeil, max. 1 Trendpfeil im Display zu sehen ist.

Kalibrierungen am 1. Tag:

  • 2 Stunden nach Start des Systems und innerhalb der folgenden 6 Stunden.

Kalibrierung an Folgetagen

  • Mindestens alle 12 Stunden

Können auch Kinder Guardian™ Connect benutzen? (Guardian™ Connect)

Ja, es gibt keine Altersbeschränkung für Guardian™ Connect.

Wie ist die Garantie des Guardian™ Connect Transmitters? (Guardian™ Connect)

Auf den Guardian™ Connect Transmitter hast Du ein Jahr Garantie. Zusätzliche Informationen kannst Du der Bedienungsanleitung entnehmen, die Du mit der Lieferung erhalten hast.

Wie oft muss der Transmitter aufgeladen werden? (Guardian™ Connect)

Du solltest Deinen Transmitter jedesmal aufladen, während Du einen neuen Sensor setzt. Dann reicht der Akku bis zum nächsten Sensorwechsel. Du solltest Deinen Transmitter aufladen, bis das grüne Licht aufleuchtet (das kann bis zu zwei Stunden dauern).

Wie verbinde ich meinen Transmitter mit meinem iOS-Gerät? (Guardian™ Connect)

Wenn Bluetooth aktiviert ist, kannst Du Dein iOS-Gerät ganz leicht mit dem Transmitter verbinden. Klicke auf der Sensor-Einstellungsseite der Guardian™ Connect App auf ‘Mit Transmitter verbinden’. Die App sucht dann nach dem Transmitter und zeigt das Gerät an. Wähle das Gerät aus, klicke auf die Gerätenummer und innerhalb weniger Sekunden bist Du verbunden.

Wie lang speichert der Transmitter die Daten? (Guardian™ Connect)

Grundsätzlich speichert der Transmitter die Daten über einen Zeitraum von 10 Stunden und überträgt sie danach automatisch, sobald wieder eine aktive Verbindung zwischen Transmitter und Smartphone besteht.

Wie sendet der Transmitter Daten an mein Mobilgerät? (Guardian™ Connect)

Der Transmitter sendet die Daten per Bluetooth an Dein Mobilgerät. Das Guardian™ Connect System benötigt mindestens Bluetooth 4.0 . Du kannst weiterhin Deine Kopfhörer und andere Bluetooth-Geräte benutzen, auch wenn Du Guardian™ Connect nutzt.

In welcher Entfernung kann der Transmitter Daten an die App übertragen? (Guardian™ Connect)

Der Transmitter und das Mobilgerät müssen sich innerhalb einer Reichweite von 6 Metern zueinander befinden, damit erfolgreich Daten übertragen werden können – ähnlich wie bei Handy und Bluetooth-Kopfhörern.

Was passiert mit den Daten, wenn mein iOS-Gerät außerhalb der Reichweite ist? (Guardian™ Connect)

Wenn Transmitter und iOS-Gerät zu weit voneinander entfernt sind, berechnet der Transmitter trotzdem weiterhin die Glukosewerte und speichert sie bis zur nächsten notwendigen Kalibrierung. Die Sensorglukosewerte erscheinen in Deiner App, wenn Du wieder verbunden bist.

Ist der Transmitter wasserdicht? (Guardian™ Connect)

Er ist bis zu einer Tiefe von 2,5 Metern für bis zu 30 Minuten wasserdicht.

Woher weiß ich, wenn mein Transmitter nur noch wenig Akkulaufzeit hat? (Guardian™ Connect)

Wenn der Akkustand Deines Transmitters niedrig ist und er nur noch einen Tag Laufzeit hat, bekommst Du eine Benachrichtigung in Deiner mobilen App. Du kannst den Akkustand auch im Systemstatusmenü Deiner Guardian™ Connect App überprüfen. Wir empfehlen Dir, den Transmitter jedes Mal beim Sensorwechsel aufzuladen. So kannst Du sicherstellen, dass der Transmitter genug Laufzeit hat, um die ganze Nutzungszeit des Sensors zu halten.

Wie kann ich die Guardian™ Connect App herunterladen? (Guardian™ Connect)

Du kannst die Guardian™ Connect App im Apple App Store herunterladen. Such dort nach ‘Guardian Connect’. Wenn das Guardian™ Connect System in Deinem Land erhältlich ist, erscheint der Eintrag für die Guardian™ Connect App. Du kannst die App kostenfrei herunterladen.

Mit welchen Mobilgeräten und Betriebssystemen ist die App kompatibel? (Guardian™ Connect)

Die Guardian Connect App benötigt mindestens iOS9.

Die App ist mit den folgenden Geräten kompatibel:

  • iPhone 4S
  • iPhone 5
  • iPhone 5C
  • iPhone 5S
  • iPhone 6
  • iPhone 6 Plus
  • iPhone 6S
  • iPhone 6S Plus
  • iPhone 7
  • iPhone 7 Plus
  • iPhone SE
  • iPhone 8
  • iPhone 8 Plus
  • iPhone X
  • iPod Touch (5. Generation)
  • iPod Touch (6. Generation)
  • iPad 3
  • iPad 4
  • iPad Air
  • iPad Air 2
  • iPad Pro
  • iPad Mini
  • iPad Mini 2
  • iPad Mini 3
  • iPad Mini 4

Warum ist die App nur für das iPhone erhältlich? (Guardian™ Connect)

Wir arbeiten daran, die App bald für Android verfügbar zu machen, aktuell ist die App jedoch nur mit iOS-Geräten kompatibel.

Welche Daten werden vom Transmitter zur App gesendet? (Guardian™ Connect)

Wenn Transmitter und Mobilgerät in Reichweite sind (6 Meter), sendet der Transmitter alle 5 Minuten die aktuellen Glukosewerte Deines Sensors. Wenn Du zu weit weg bist, werden die Daten gespeichert, bis Du zurück in Reichweite bist oder bis die nächste Kalibrierung notwendig ist.

Welche Daten sendet die App an CareLink®? (Guardian™ Connect)

Wenn Transmitter und Mobilgerät in Reichweite sind (6 Meter) und Du W-LAN oder eine mobile Datenverbindung hast, sendet die App alle 5 Minuten die aktuellen Glukosewerte Deines Sensors und jegliche ungeklärte Warnungen an die Software. Alle 24 Stunden sendet Dein Mobilgerät alle Details, einschließlich Glukosewerte, Kurven, Warnungen und Ereignismarker. Du kannst diese Optionen deaktivieren, indem Du in Deiner App die Einstellung ‘Mit CareLink synchronisieren’ ausschaltest .In diesem Fall wären die Daten nur für Dich allein verfügbar, auch Deine Vertrauenspersonen hätten dazu keinen Zugang.

Wie viel Speicherplatz und Datenvolumen verbraucht die App? (Guardian™ Connect)

Die Installation der Guardian™ Connect App braucht etwa 17MB Speicherplatz auf Deinem iOS-Gerät. Die App sendet Daten an CareLink® mit Deiner mobilen Datenverbindung oder einer W-LAN Verbindung. Das verbraucht monatlich etwa so viel Datenvolumen, wie der Download von 10 MP3s brauchen würde (rund 1MB pro Tag).

Kann ich meine Guardian™ Connect Daten auf einer Apple Watch einsehen? (Guardian™ Connect)

Aktuell kannst Du Deine Guardian™ Connect Daten noch nicht auf Deiner Apple Watch ansehen.

Was kann ich tun, wenn ich keine Warntöne von meinem Mobilgerät höre? (Guardian™ Connect)

Wenn die Guardian™ Connect App nicht geöffnet ist oder Dein Gerät im Tastensperrmodus ist, hängt die Art der Alarmtöne von den Benachrichtigungseinstellungen Deines Mobilgeräts ab. Stell die Benachrichtigungen auf Deinem Mobilgerät nicht ab. Schalte auch nicht die ‘Nicht stören’ Funktion auf Ihrem Mobilgerät ein. Ansonsten könntest Du wichtige Warnungen verpassen, auf die Du sofort reagieren musst. Erzwinge kein Schließen oder Anhalten der Guardian™ Connect App. Das würde die Übertragung der Sensorglukosedaten stoppen und Du würdest keine Warnungen mehr erhalten. Wenn die App auf Deinem Mobilgerät im Hintergrund läuft, erhältst Du weiterhin Glukosewerte und kannst auch Warnungen erhalten, je nach Benachrichtigungseinstellungen auf Deinem Mobilgerät.

Was, wenn ich auf Reisen bin und in dem anderen Land keine mobile Datenverbindung habe – kann ich dann noch Daten übertragen? (Guardian™ Connect)

Solange Dein Bluetooth angeschaltet ist, empfängt Deine App Daten und Du kannst weiterhin ohne Kosten Deine Daten einsehen. Du solltest Dich an Deinen Anbieter wenden, um mehr Informationen zu mobilen Datenverbindungen mit Deinem iOS-Gerät in anderen Ländern zu bekommen. Wenn Du dir Sorgen über Roaming-Gebühren machst, kannst Du die CareLink® Uploads während Deiner Reise ausschalten.

Was passiert mit den Warnungen, wenn ich keine Internetverbindung habe? (Guardian™ Connect)

Du erhältst weiterhin Warnungen auf Deinem Handy. Wenn Du die Warnungen löscht bevor Du eine Internetverbindung hast, bekommen Deine Vertrauenspersonen keine Benachrichtigung per SMS. Wenn die Warnung immer noch auf Deinem Bildschirm angezeigt wird, erhalten Deine Vertrauenspersonen eine SMS-Benachrichtigung. Deine Vertrauenspersonen können zwar keine Daten sehen und keine SMS bekommen, während Du ohne Internetverbindung bist. Doch die App speichert die Daten und lädt sie auf CareLink® hoch, wenn Du wieder verbunden bist. Denk daran, dass Deine Vertrauenspersonen nicht per SMS benachrichtigt werden, wenn Du die Warnungen löscht, bevor Du wieder verbunden bist.

Brauche ich einen CareLink® Account? (Guardian™ Connect)

Um Guardian™ Connect zu benutzen, brauchst Du einen CareLink® Account. Du musst zwar nicht unbedingt Daten an CareLink® senden und/oder  Vertrauensperson eintragen, aber Du brauchst den Account, um Guardian™ Connect zu nutzen.

Mit wie vielen Personen kann ich meine Daten teilen? (Guardian™ Connect)

Du kannst Deine Daten mit bis zu fünf Personen teilen.

Brauchen meine Vertrauenspersonen ein Apple-Gerät? (Guardian™ Connect)

Nein, Deine Vertrauenspersonen brauchen keine Apple-Geräte, um auf die Guardian™ Connect Daten zuzugreifen. Die Vertrauenspersonen können die Daten auf CareLink® mit jedem Gerät abrufen, das mit dem Internet verbunden ist – also jedes Handy, Computer oder Tablet mit Internetverbindung.

Werden meine Vertrauenspersonen eine SMS bei jeder Warnung oder Benachrichtigung erhalten? (Guardian™ Connect)

Wenn Deine Vertrauenspersonen ihre CareLink® Accounts einrichten, können sie angeben, bei welchen Warnungen sie eine SMS bekommen möchten. Die Vertrauenspersonen können auch eine Verzögerung zwischen dem Alarm in der App und dem Erhalt der SMS einstellen. Das ermöglicht es Dir, die Sensorglukosewerte wieder in den Zielbereich zu bringen, bevor die Vertrauenspersonen benachrichtigt werden.

Wie schnell werden die SMS an die Vertrauenspersonen verschickt? (Guardian™ Connect)

Wenn Transmitter und das iOS-Gerät in Reichweite sind und Du eine Internetverbindung hast, wird die SMS innerhalb einer Minute gesendet, nachdem der Alarm ausgelöst wurde (es sei denn, Deine Vertrauenspersonen hat eine Verzögerung eingestellt).

Wer bezahlt die SMS an die Vertrauenspersonen? (Guardian™ Connect)

Die SMS von CareLink® an die Vertrauenspersonen bezahlt Medtronic. Bitte frage Deinen Anbieter für weitere Informationen zu den Kosten für empfangene SMS.

Wie entferne ich jemanden, so dass er meine Daten nicht mehr sehen kann? (Guardian™ Connect)

In Deinem CareLink® Connect Tab kannst Du auch einzelne Vertrauenspersonen entfernen und Sie so daran hindern, Deine Daten zu sehen.

Können Vertrauenspersonen mehr als einer Person mit Guardian™ Connect folgen? (Guardian™ Connect)

Ja, Vertrauenspersonen können mehr als einer Person mit Guardian™ Connect folgen. Vertrauenspersonen brauchen unterschiedliche Logins für jeden CareLink® Account, um mehr als einer Person zu folgen. Vertrauenspersonen können auch SMS für mehr als eine Person mit Guardian™ Connect erhalten. Der Name jeder Person wird deutlich sichtbar in den Textnachrichten genannt.

Wie hilft CareLink® Personal meinem Arzt? (Guardian™ Connect)

Wenn die Funktion ‘Mit CareLink synchronisieren’ an ist, musst Du Deine Daten nicht mehr manuell zu CareLink hochladen. Das bedeutet, dass Du bei Deinen Praxisbesuchen Zeit sparst, weil Du die Daten nicht mehr herunterladen musst, während Du in der Praxis bist. Außerdem helfen Dir die zusätzlichen Details zu Deinem Diabetes dabei, mit Deinem Arzt produktiv über Deine Behandlungsoptionen zu sprechen.

Kann ich als Elternteil mehrerer Kinder mit Diabetes alle Informationen auf einen Blick sehen? (Guardian™ Connect)

Aktuell kannst Du nicht alle Informationen an einer Stelle sehen. Du musst dich jeweils mit verschiedenen Benutzerdaten in die jeweiligen CareLink Accounts Deiner Kinder einloggen.

Gibt es ein CGM Produkt von Medtronic für ICT (Pentherapie) oder nicht CGM-fähige Pumpen?

Wir werden in Kürze ein Nachfolger-Model unseres CGM Monitors Guardian REAL-Time bereitstellen. Dieses Produkt hat CE-Zertifizierung und wird voraussichtlich ab Anfang 2017 zum Verkauf stehen. Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich auf unserer Seite (www.medtronic-community.de) informieren und auch auf einer Interessentenliste eintragen.

Kann ich das CGM Zubehör zu meiner MiniMed 640G und Veo Insulinpumpe selbst kaufen? (MiniMed 640G & Veo)

Ja, Sie können weiterhin Ihr Zubehör selbst kaufen mit dem Einverständnis Ihres Diabetologen. Dazu können Sie ein Bestellformular bei uns anfordern. Kontaktieren Sie uns dazu einfach über unser Kontaktformular.

Wie sieht es bei privaten Krankenkassen mit der CGM Erstattung aus? Hat der GBA-Beschluss Einfluss auf die privaten Krankenkassen?

Dies ist Ihren Versicherungsbedienungen zu entnehmen. Bitte sprechen Sie hierzu direkt Ihre Versicherung an. Die privaten Versicherungen orientieren sich an den Leistungskatalogen der gesetzlichen Krankenkassen, entscheiden jedoch individuell, welche Leistungen erstattet werden.

Wie bekomme ich nun die Kosten für CGM erstattet? Wie ist der Beantragungsprozess?

Für die Prüfung einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist auf jeden Fall ein Rezept notwendig. Welche weiteren Unterlagen erforderlich sind, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Hinweis: Bitte beachten Sie, dass medizinische Unterlagen wie Tagebuch und Gutachten ab 1.1.2017 nicht mehr an Medtronic oder auch die Krankenkasse direkt gesendet werden dürfen. Senden Sie diese Unterlagen erst auf Anforderung der Krankenkasse oder des medizinischen Dienstes an den benannten medizinischen Dienst der Krankenkasse.
Tipp: Am besten bei der jeweiligen Krankenkasse informieren, welche Unterlagen genau erforderlich sind. Es gibt dazu auch schon Hilfestellungen von den einzelnen Verbänden, zum Beispiel vom DDB (Deutscher Diabetiker Bund). Mehr Informationen unter: https://www.medtronic-community.de/produkte/kosten-beantragung/beantragung-cgm/

Werden Medtronic CGM-Systeme (MiniMed 640G und Veo CGM System) erstattet? Erfüllen diese die Anforderungen des GBA-Beschlusses?

Ja. Das Medtronic MiniMed 640G, MiniMed Veo und Guardian Connect CGM System, erfüllen alle die Anforderungen des GBA Beschlusses. Diese übertragen die Glukosewerte kontinuierlich auf das Display der Insulinpumpe und geben Alarme zu individuell einstellbaren Grenzwerten ab. Darüber hinaus verfügen beide Geräte über eine automatisierte Funktion, welche Hypoglykämien vermeiden kann. Diese automatisierte Funktion ist bislang einzigartig und ein großer Schritt zur künstlichen Bauchspeicheldrüse. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: www.medtronic-community.de. (unter Downloads: Nachweis, dass alle Systeme die GBA-Kriterien erfüllen)

Welche CGM Produkte werden zukünftig von den Krankenkassen erstattet?

Der Beschluss spricht von REAL-Time CGM Geräten, die eine Alarmfunktion aufweisen und bei denen die Glukosegrenzwerte individuell eingestellt werden können. Hier ist eine genauere Übersicht, der verschiedenen Messmethoden:CGM Produkte

FGM ist nach genauer Auslegung des GBA demnach keine Leistung der GKV (gesetzlichen Krankenversicherung).

 

Kann ich meine CGM-Werte von meiner Insulinpumpe (MiniMed 640G & Veo) auch auf mein Handy übertragen (MiniMed Connect)?

CGM_7-MiniMed ConnectMiniMed® Connect ist eine Erweiterung des CGM Systems und kann die CGM-Werte von der Insulinpumpe auf das Handy übertragen. Im Moment wird MiniMed® Connect leider ausschließlich in den USA angeboten und auch nicht außerhalb der USA vertrieben. Der Grund dafür ist, dass MiniMed® Connect nicht kompatibel mit europäischen Produkten ist, sondern nur mit der Minimed® Revel und MiniMed®530G. Wir arbeiten derzeit daran, dieses CGM System global anzubieten und werden Dich umgehend informieren, sobald dieses System verfügbar ist.

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Worin unterscheiden sich die Einführhilfen von Sensoren (One-Press Serter vs. Enlite Serter)?

Der One-Press Serter ermöglicht einen vereinfachten Setzvorgang durch intuitive Handhabung. Er hat zwei Knöpfe, welche gleichzeitig nur einmal während des Setzvorgangs gedrückt werden. Dadurch ist die Einführung mit dem One-Press Serter noch einfacher und bequemer.

Kann ich CGM zur dauerhaften Nutzung von meiner Krankenkasse erstattet bekommen?

Nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) und der Bestätigung des Bundesgesundheitsministerium vom 7. September 2016 fällt die kontinuierliche Glukosemessung (rtCGM) für insulinpflichtige Diabetiker in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Insulinpflichtige Diabetiker haben somit grundsätzlich Anspruch auf die Erstattung der Kosten für ein Real-Time CGM System (rtCGM) durch ihre Krankenkasse. Alle Medtronic CGM Produkte erfüllen die Voraussetzungen, die für die Erstattung festgelegt wurden.

Hier findest weitere Informationen zum Antragsverfahren der kontinuierlichen Glukosemessung.

Auch der Medtronic Service unterstützt Dich bei den erforderlichen Antragsverfahren und steht für weitergehende Informationen gern zur Verfügung. Du erreichst den Medtronic Diabetes Service unter der kostenfreien Rufnummer 0800 6464633 montags bis freitags 8.00-17.00 Uhr.

Warum entsprechen die CGM-Werte mitunter nicht den Werten meines Messgeräts?

Blutzuckermessgeräte messen die Glukose im Blutplasma, während der Sensor die Glukose in der Zwischenzellflüssigkeit ermittelt. Die Glukose gelangt erst ins Blut und dann in die Zwischenzellflüssigkeit. Aus diesem Grund kann es zu Unterschieden in den Werten des Blutzuckermessgeräts und des Sensors kommen.

Warum weichen Blutzuckerwert und Gewebsglukosewert (Sensorglukosewert) mitunter voneinander ab?

Die Blutglukosemessung erfolgt direkt im Blut. Die Glukosewerte bei CGM werden im Unterhautfettgewebe ermittelt, deshalb spricht man auch von Gewebsglukose. Aus diesem Grund sind die Glukosewerte im Gewebe bis zu 25 Minuten zeitverzögert. Unterschiede zwischen Blutglukose und Gewebsglukose sind in bestimmten Situationen normal und auch zu erwarten. Die Abweichungen hängen mit den unterschiedlichen Orten der Messung zusammen. Zum Zeitpunkt eines stabilen Glukosespiegels sind die Werte der Blutglukose und der Gewebsglukose aber vergleichbar. Und: Auftretende Unterschiede schmälern nicht den Wert von CGM, im Gegenteil! Du erhälst sehr wichtige Informationen über Deinen Stoffwechsel, sowie verlässliche Trendinformationen zu Deinem Glukoseverlauf, z.B. steigt die Glukose gerade an oder sinkt sie ab, besonders in der Nacht.

CGM_6-Blut- und Sensorglukose

Wann sollte ich mein Medtronic CGM-System kalibrieren?

MiniMed® 640G System

Die folgende Tabelle beschreibt, wann Du deinen Sensor kalibrieren solltest.

zu folgenden Zeitpunkten Was Du tun musst
zwei Stunden nach Starten eines neuen Sensors. Nimm die erste Kalibrierung vor.
Zwei Stunden nach Starten des neuen Sensors sendet die Pumpe eine Warnmeldung mit der Aufforderung, jetzt die Kalibrierung vorzunehmen. Etwa 10 bis 15 Minuten nach der Kalibrierung erscheint Dein erster Sensorglukose-Wert.
sechs Stunden nach der ersten Kalibrierung Nimm die zweite kalibrierung vor.
Sechs Stunden nach der ersten Kalibrierung erscheint wieder eine Aufforderung zur Kalibrierung und Deine Pumpe setzt die Berechnung der SG-Werte aus. Wenn Du eine Warnmeldung zum Kalibrieren erhalten hast, dauert es nach der Kalibrierung etwa 15 Minuten, bis wieder SG-Werte angezeigt werden.
zwölf Stunden nach der zweiten Kalibrierung und danach mindestens alle 12 Stunden. Nach der zweiten Kalibrierung musst Du mindestens alle 12 Stunden eine Kalibrierung vornehmen. Wenn Du innerhalb von 12 Stunden keine Kalibrierung vornimmst, erscheint wieder die Warnmeldung zur Kalibrierung. Nach der Kalibrierung dauert es etwa 15 Minuten, bis wieder SG-Werte angezeigt werden.

 

Die besten Kalibrierungsergebnisse erzielst Du, wenn du folgendes beachtest:

  • Verteile die Kalibrierungen über den Tag.
  • Kalibriere nur, wenn Dein Blutzucker möglichst stabil ist (vor Mahlzeiten) und Du maximal einen Trendpfeil im Display deiner Insulinpumpe siehst.
  • Gib Deinen Blutzuckermesswert unmittelbar nach der Bestimmung in die Pumpe ein.
  • Der Wert vom Blutzuckermessgerät ist nur 12 Minuten lang gültig. Verschiebe die Eingabe also nicht auf später.
  • Achte darauf, dass Deine Finger bei der Blutzuckerbestimmung sauber und trocken sind.
  • Entnehme die Blutprobe für die Kalibrierungsmessung immer aus der Fingerbeere.
  • Wenn möglich, führe die Blutzuckermessungen für die Kalibrierungswerte immer mit demselben Messgerät durch.
  • Wenn Deine Werte mit dem Blutzuckermessgerät erheblich von den Werten des Glukosesensors abweichen, wasche Deine Hände und führe eine erneute Messung durch.

Beispiele für „gute“ und „schlechte“ Kalibrierungen:CGM_5-Kalibrierung

MiniMed® Veo

Am besten solltest Du kalibrieren, wenn Dein Glukoseverlauf relativ stabil ist. Wir empfehlen dir, die Kalibrierung zu bestimmten, festen Zeiten vorzunehmen, beispielsweise direkt nach dem Aufwachen, vor einer Mahlzeit oder vor Deinem “Betthupferl”. Versuche eine Tageszeit zu finden, an der Dein Blutzucker stabil ist. Es ist wichtig, die Kalibrierung zu einem Zeitpunkt durchzuführen, an dem der Blutzuckerwert sich nicht schnell verändert. Beispielsweise ist der Blutzuckerspiegel vor einer Mahlzeit stabiler. Führe nach einer Mahlzeit keine Kalibrierung durch, da sich der Blutzuckerspiegel dann im Zuge der Verdauung schnell verändern kann. Kalibriere nicht, wenn Trendpfeile im Display zu sehen sind.

Nach Ablauf der zweistündigen Initialisierungsphase des Sensors fordert die Pumpe Dich durch Ausgabe der Warnmeldung “BZ-WERT JETZT” auf, einen Blutzuckermesswert einzugeben. Dieser Blutzuckermesswert stellt den ersten Kalibrierungspunkt für den Sensor dar. 10 bis 15 Minuten nach der Kalibrierung wird auf dem Pumpendisplay der erste Sensor-Glukosewert angezeigt.

Nach der ersten Kalibrierung muss der Sensor alle 12 Stunden neu kalibriert werden. Bleibt die Eingabe eines Blutzuckermesswerts innerhalb dieser 12 Stunden aus, gibt die Pumpe die Warnmeldung “BZ-WERT JETZT” aus. Ab diesem Zeitpunkt berechnet die Pumpe keine weiteren Sensor-Glukosewerte. 20 Minuten nach der Eingabe eines Blutzuckermesswerts nimmt die Pumpe jedoch die Berechnung und Anzeige der Sensor-Glukosewerte wieder auf.

Wie häufig muss ich das Medtronic CGM-System kalibrieren?

Die MiniMed® 640G muss mindestens zweimal täglich (spätestens alle 12 Stunden) kalibriert werden, indem Du den Wert einer Blutzuckermessung aus der Fingerbeere in das CGM-Gerät eingibst. Die besten Kalibrierungsergebnisse erzielst Du, wenn Du folgendes beachtest:

  • Verteile die Kalibrierungen über den Tag. Zur Optimierung der Sensorgenauigkeit solltest Du das System über den Tag verteilt mindestens drei bis vier Mal kalibrieren.
  • Kalibriere nur, wenn Dein Blutzucker möglichst stabil ist (vor Mahlzeiten) und Du maximal einen Trendpfeil im Display siehst.
  • Der Wert vom Blutzuckermessgerät ist nur 12 Minuten lang gültig. Gib den Blutzuckermesswert daher unmittelbar nach der Bestimmung in die Pumpe ein.
  • Achte darauf, dass Deine Finger bei der Blutzuckerbestimmung sauber und trocken sind.
  • Entnehme die Blutprobe für die Kalibrierungsmessung immer aus der Fingerbeere.
  • Wenn möglich, führe die Blutzuckermessungen für die Kalibrierungswerte immer mit demselben Messgerät durch.
  • Wenn Deine Werte mit dem Blutzuckermessgerät erheblich von den Werten des Glukosesensors abweichen, wasche Deine Hände und führe eine erneute Messung durch.

Warum muss ich das System kalibrieren?

Kalibrierung ist der Prozess der Eingabe eines Blutzuckermesswerts für das Berechnen von Sensor-Glukosewerten. Du musst Deinen Sensor regelmäßig kalibrieren, um sicherzustellen, dass Du kontinuierlich Sensor-Glukosedaten erhälst.

Eine Kalibrierung des Systems ist vergleichbar mit dem Stellen Deiner Uhr. Eine gelegentliche Anpassung sorgt dafür, dass sie immer die richtige Zeit anzeigt. Bei der Initialisierung eines Glukosesensors musst Du einen Messwert eingeben, damit das System einen Ausgangspunkt hat. Danach musst Du mindestens zwei Messwerte pro Tag eingeben – spätestens nach 12 Stunden einen Wert. So wird der Glukosesensor am Messgerät ausgerichtet, damit die CGM-Werte repräsentativ für Deinen Blutzuckerspiegel sind.

Darf während des Tragens des CGM-Systems bei mir z. B. eine Röntgenuntersuchung durchgeführt werden?

Nein. Halte das CGM-System von MRT- (Magnetresonanztomographie), Röntgen-, CT-(Computertomographie), IMRT- (Intensitätsmodulierte Strahlentherapie) und anderen Geräten fern, die starke Magnetfelder oder ionisierende Strahlung erzeugen.

Kann ich mit Transmitter und Sensor in die Sauna gehen?

Nein. Der Transmitter und Sensor darf keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden. Daher empfehlen wir, generell während der Tragezeit des CGM nicht in die Sauna zu gehen.

Darf der Transmitter und Sensor mit Wasser in Kontakt kommen?

Miteinander verbunden bilden Transmitter und Sensor eine wasserdichte Einheit bis zu einer Tiefe von 2,4 m (8 Fuß) und einer maximalen Dauer von 30 Minuten. Du kannst duschen und schwimmen, ohne sie abnehmen zu müssen.

Wie kann man die Funkübertragung des Guardian 2 Link zur Insulinpumpe (MiniMed 640G) abschalten?

Der Guardian™ 2 Link beginnt mit der Datenübertragung, sobald er mit dem Glukosesensor verbunden ist. Er überträgt auch Daten, wenn die CGM-Funktion der Insulinpumpe abgeschaltet ist. Deswegen musst Du den Glukosesensor vom Transmitter trennen. Der Glukosesensor kann aber unter der Haut verbleiben.

CGM_4-Funkübertragung FlugmodusDu kannst auch den Flugmodus an Deiner MiniMed® 640G einschalten (Menü > Zusatzfunktionen > Flugmodus EIN). Bestätige, dann „Speichern“. Im Display Deiner MiniMed® 640G erscheint ein Flugzeugsymbol. Der Transmitter sendet weiterhin ein Funksignal, das dann jedoch nicht mehr von der Insulinpumpe empfangen wird. Bei Flugzeugreisen reicht diese Einstellung daher nicht aus, in diesem Fall muss der Glukosesensor vom Transmitter entfernt werden.

Wie kann man die Funkübertragung des MiniLink Transmitter zur Insulinpumpe (MiniMed Veo) abschalten?

Der Transmitter beginnt mit der Datenübertragung, sobald er mit dem Glukosesensor verbunden ist. Er überträgt auch Daten, wenn die CGM-Funktion der Insulinpumpe abgeschaltet ist. Deswegen musst Du den Glukosesensor vom Transmitter trennen. Der Glukosesensor kann aber unter der Haut verbleiben.

Kann die Funkübertragung von meinem Transmitter für mich in irgendeiner Weise schädlich sein?

Die Stärke der Funkübertragung des Transmitters ist etwa 1.000-mal geringer als die eines Mobiltelefons. Beim Telefonieren mit dem Handy werden ständig Funkwellen abgestrahlt. Im Gegensatz dazu sendet der Transmitter nur sehr kurze Funkwellenbündel für die Übertragung, die nicht schädlich sind.

Wie oft muss ich den Transmitter aufladen?

  • Der Transmitter enthält einen wieder aufladbaren Akku.CGM_3-Sensor und Transmitter
  • Bitte lade den Transmitter bei jedem Sensorwechsel im Ladegerät auf.
  • Die Aufladezeit nach einer Verwendung von 6 Tagen beträgt in etwa 20–30 Minuten.

Was passiert, wenn Transmitter oder Insulinpumpe außer Reichweite sind?

Wenn der Transmitter und die Insulinpumpe mehr als zwei 2 Meter voneinander entfernt sind, ertönt ein Alarmsignal und es erscheint entweder die Meldung “SIGNAL SCHWACH” oder “KEIN SENSOR”. Du kannst in der Insulinpumpe den Zeitraum selbst einstellen, bevor die Insulinpumpe vor einer fehlerhaften Datenübertragung aus der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) zwischen Transmitter und Insulinpumpe warnt. Die verzögerte Meldung kann zwischen 5 und 40 Minuten programmiert werden. Die Standardeinstellung beträgt 30 Minuten.

Der Transmitter der MiniMed® 640G (GuardianTM 2 Link) hat einen Speicher, der die Daten für bis zu 10 Stunden speichert. Der Transmitter der MiniMed® VeoTM (MiniLinkTM Transmitter) erfasst und speichert die Daten für etwa 40 Minuten. Wenn Transmitter und Insulinpumpe länger zu weit voneinander entfernt sind, ist in den Berichten eine Datenlücke zu sehen.

Wie groß darf der Abstand zwischen Transmitter und Insulinpumpe sein?

Für die problemlose Datenübertragung per Funk sollten Transmitter und Insulinpumpe maximal 1,8 Meter voneinander entfernt sein.

Wie merke ich, dass die Transmitter-Batterie schwach wird?

MiniMed® 640G

Wenn die Transmitter-Batterie schwach wird, wird eine entsprechende Meldung an die Insulinpumpe gesendet. Die Pumpe zeigt eine Warnmeldung, dass die „Transmitter-Batterie schwach“ ist. Die Transmitter-Batterie muss innerhalb von 24 Stunden aufgeladen werden. Lade den Transmitter möglichst bald wieder auf. Tausche gegebenenfalls auch die Batterie der Ladestation aus.

MiniMed® Veo

Wenn die Transmitter-Batterie schwach wird, wird eine entsprechende Meldung an die Insulinpumpe gesendet. Die Meldung „TRANSM. SCHWACH“ wird angezeigt. Nach der ersten Meldung „TRANSM. SCHWACH“ funktioniert das Gerät noch bis zu weitere 5 Tage, bis die Batterie wirklich leer ist. Die Meldung “TRANSM. LADEN” erscheint, wenn die Batterie leer ist. Lade den Transmitter dann sofort wieder auf. Tausche gegebenenfalls auch die Batterie der Ladestation aus.

Wo sollte ich den Glukosesensor tragen?

Die ideale Tragestelle für den Glukosesensor ist abhängig von Kleidung, Komfort, persönlichen Vorlieben oder Erfahrungen. Vermeide die Stellen, an denen Du vor kurzem ein Infusionsset getragen hast. Viele Anwender wählen eine Stelle am Bauch, aber einige bevorzugen den oberen Teil des Gesäßes, da der Sensor hier weniger Stößen ausgesetzt ist und der Kleiderbund nicht scheuert. Die Tragestelle sollte:

  • Mindestens 5 cm vom Nabel entfernt
  • Mindestens 5–8 cm vom Infusionsset entfernt
  • Die Stelle ist nicht verhärtet und hat ausreichend Unterhautfettgewebe

Die markierten Areale sind zur Sensoranlage geeignet:

CGM_2-Sensoranlagestellen

Muss ich die Glukosesensoren im Kühlschrank lagern?

Unsere Sensoren müssen nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden und können bei Temperaturen von 2˚C bis 30˚C gelagert werden. Glukosesensoren dürfen nicht eingefroren werden.

Wie lange ist die Garantie oder Lebensdauer eines Transmitters?

Die Garantie beträgt ein Jahr. Bei kontinuierlichem Einsatz ist die Lebensdauer des Transmitters erfahrungsgemäß deutlich länger als ein Jahr.

Welche Art von Batterie braucht der Transmitter?

Der Transmitter ist mit einem Akku ausgestattet, der an der mitgelieferten Ladestation wieder aufgeladen, aber nicht ausgetauscht werden kann. Da der Transmitter einen Akku enthält, muss er gemäß den geltenden Vorschriften für Elektronikschrott entsorgt bzw. dem Recycling zugeführt werden. Das Ladegerät für den Transmitter benötigt eine AAA-Alkaline Batterie.

Wie lange ist ein Glukosesensor haltbar? Gibt es ein Verfallsdatum?

Ein Glukosesensor kann bis zu 6 Tage lang getragen werden. Glukosesensoren sind nach der Herstellung 6 Monate haltbar. Das Haltbarkeitsdatum findest Du außen auf dem Umkarton und auf der Einzelverpackung jedes Glukosesensors (Sanduhr Symbol).

Was sind die höchsten und niedrigsten Grenzwerte, die ich für einen Glukosealarm eingeben kann?

Die Grenzwerte für einen Alarm bei hohen oder niedrigen Werten müssen mindestens 0,6 mmol/l (10 mg/dl) auseinander liegen.

Bitte wende Dich für Deine individuellen Grenzwerte an Deinen behandelnden Diabetologen.

Muss ich mit CGM noch Blutzucker messen?

Die CGM Messung muss mittels Blutzuckerwerte zwei Mal pro Tag (alle 12 Stunden) kalibriert werden, also wird ein Vergleichswert zur Orientierung benötigt. Die Kalibration des Sensors sollte in der Glukosestabilität erfolgen. Nach Neuanlage wird nach 2 und 6 Stunden zu einer Kalibration aufgefordert, danach alle 12 Stunden. Die Voraussetzung für eine Kalibration liegt vor, wenn neben dem Glukosewert im Display kein, oder maximal nur ein Trendpfeil im Display angezeigt wird. Dies ist häufig vor den Mahlzeiten gegeben. Sie sollten auch vor einer Therapieentscheidungen (z.B. Insulingabe vor einer Mahlzeit) und zur Bestätigung eines Alarms Ihren Blutzucker messen.

Was ist der Enlite Glukosesensor und wie funktioniert er?

Der EnliteTM Glukosesensor ist eine sehr kleine Elektrode, der Deine Glukosewerte misst. Er sitzt unter der Haut in Deiner Zwischenzellflüssigkeit, in der die Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen wie der Glukose versorgt werden (siehe Abbildung). Glukosesensoren sind mithilfe einer automatischen Einführhilfe ganz leicht anzulegen. Wie bei vielen Infusionssets wird auch hier eine Nadel zur Einführung des Glukosesensors verwendet. Die Nadel wird wieder herausgezogen, sodass nur die kleine Elektrode unter der Haut verbleibt. Dann wird der Glukosesensor an einen Transmitter angeschlossen, über den die Messergebnisse an Deine Insulinpumpe übertragen wird.

CGM_1-Sensorfunktion

 

3 - Infusionssets und Zubehör

Brauche ich eine Einführhilfe für mein Infusionsset?

Einführhilfen gibt es für unsere Teflonkatheter.

  • Beim Einführen mit der Hand können verzögertes und langsames Vorgehen Schmerzen und eine nicht korrekte Anlage zur Folge haben. Das Prinzip der Anlage mit einer Einführhilfe ähnelt der Blutgewinnung mit einer Stechhilfe.
  • Mit einer Einführhilfe führt ein einfacher Knopfdruck zu einer exakten Platzierung der Kanüle – schnell und kaum spürbar wie bei der Stechhilfen-Anwendung. Die Anlage ist auch in Regionen möglich, in denen eine Einführung mit der Hand nur schwierig durchführbar ist (z. B. rückwärtiger Bereich).

Wie lang sollte der Schlauch meines Infusionssets sein?

So kurz wie möglich, aber so lang wie nötig. Diese grundsätzliche Weisheit solltest Du auf Deine individuellen Bedürfnisse abstimmen. Je nachdem, wo Du die Pumpe trägst, können kürzere Alternativen ausreichend sein. Trägst Du die Pumpe aber beispielsweise am Hosenbund oder Gürtel, so kann z. B. beim Gang zur Toilette ein kurzer Set-Schlauch bereits Probleme verursachen. Längere Schläuche müssen natürlich auch verstaut werden können.

Was muss ich beim Infusionssetwechsel beachten?

  1. Plane den Wechsel möglichst nach dem Duschen ein, damit Du die Stelle gründlich reinigen kannst. Nimm das alte Infusionsset vor dem Duschen ab. Entferne bei Bedarf Reste des alten Pflasters auf der Haut mit einem geeigneten Reinigungstuch. Wasche die Stelle beim Duschen mit Seife.
  2. Bitte führe KEINEN Wechsel des Infusionssets direkt vor dem zu Bett gehen durch. Idealerweise führst Du den Wechsel vor einer Mahlzeit durch. Grund: Falls das Infusionsset nicht richtig sitzt und dadurch das Insulin nicht vollständig abgegeben werden kann, gibt die Pumpe einen Alarm „keine Abgabe“. Damit dieser Alarm erscheint, muss eine bestimmt Menge Insulin abgegeben werden. Dies erfolgt nach Einstellen eines Mahlzeitenbolus eher.
  3. Wenn der Wechsel nicht nach dem Duschen stattfinden kann, wasche Deine Hände und die geplante Einführstelle mit Wasser und Seife.
  4. Desinfiziere die Haut mit Isopropylalkohol oder einem Alkoholtupfer.
  5. Lass die Haut gut trocknen, bevor Du das Infusionsset einführst oder das Pflaster anbringst.
  6. Trage in einem weiten Bereich um die Einführstelle Desinfektionsmittel auf.
  7. Berühre das Pflaster des Infusionssets so wenig wie möglich.
  8. Führe Dein Infusionsset so ein, wie Dein Arzt oder Diabetesberater es Dir gezeigt hat oder sieh Dir das entsprechende Video für Dein Infusionsset an. An Tagen, an denen Du voraussichtlich sehr aktiv bist, viel schwitzt oder schwimmst, solltest Du die Einführstelle mit einem zusätzlichen Pflaster abdecken.
  9. Du kannst auch die Kanten des Pflasters mit Klebeband sichern, damit sie sich nicht ablösen und das ganze Infusionsset herausziehen.
  10. Überprüfe das Infusionsset regelmäßig. Der Schlauch darf nicht unter Spannung stehen, damit das Pflaster nicht zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist.
  11. Wenn Du Probleme mit dem Pflaster hast, probiere andere Infusionsstellen aus.

Wie stelle ich sicher, dass mein Infusionsset oder Sensor gut befestigt ist?

  • Zur besseren Haftung des Pflasters sollte bei starker Behaarung der vorgesehenen Stelle eine Rasur vorgenommen werden.
  • Eine gute Hautdesinfektion mit einem alkoholischen, nicht rückfettenden Desinfektionsmittel ist wichtig. Das Desinfektionsmittel trocknen lassen.
  • Vor der Anwendung von Desinfektionsmittel oder Pflastern die Haut straffen.
  • Nach dem Anlegen des Pflasters die Kanten mit den Fingern an der Haut andrücken.
  • Infusionsset oder Sensor sollten nicht unter dem Hosen- oder Rockbund liegen, da dieser an der Abdeckung reibt und sie ablösen kann.
  • Die Haut an der Einführstelle nicht eincremen, da das Pflaster sonst nicht hält.

Welches sind die empfohlenen Anlagestellen für mein Infusionsset?

Die in der Abbildung schattiert dargestellten Körperstellen sind für das Anlegen des Infusionssets am besten geeignet. Finde zusammen mit Deinem Arzt heraus, welche dieser Stellen für Dich persönlich am besten geeignet sind.

Infusionsset_2-Anlagestellen

Folgende Stellen solltest Du vermeiden:

  • den Bereich 5 cm um den Nabel
  • Bereiche, wo Dein Körper natürlicherweise häufig gebeugt wird
  • Bereiche, wo Kleidungsstücke auf das Infusionsset drücken könnten (beispielsweise ein Gürtel)
  • vernarbtes oder verhärtetes Gewebe oder Schwangerschaftsstreifen

Die Infusionsstelle sollte immer mindestens:

  • 5,0 cm Abstand zum Sensor haben
  • 5,0 cm Abstand zum Nabel haben
  • 7,5 cm Abstand zu der vorigen Einführstelle haben

Richtlinien für die Rotation

Die folgenden Abbildungen zeigen zwei Verfahren, die einen systematischen Wechsel der Einführstelle unterstützen. Optimale Ergebnisse erhälst Du, wenn Du abwechselnd beide Verfahren einsetzt.

Ziffernblatt-Prinzip:

Infusionsset_3-Ziffernblattprinzip

M- oder W-Prinzip:

Infusionsset_4-M-W-Prinzip

Wie oft sollte ich mein Infusionssets und Reservoir wechseln?

Bei jedem Wechsel von Infusionsset und Glukosesensor solltest Du die Anlagestellen wechseln. So bleibt das Gewebe gesund und frühere Anlagestellen können vollständig abheilen, bevor Du sie erneut nutzt.

Wechsel alle 2 bis 3 Tage

Set-Wechsel Wechsel Dein Infusionsset alle 2 bis 3 Tage, um Infektionen vorzubeugen.*
Reservoir-Wechsel Wechsel das Reservoir gemäß den Anweisungen von Medtronic alle 3 Tage – am besten mit jedem Set-Wechsel.

TIPP: Fülle das Reservoir nur mit der Insulinmenge, die Du für 3 Tage benötigst oder gemäß den Anweisungen Ihres Arztes

Anlagestelle wechseln Wechsel die Infusionsstelle bei jedem Infusionsset- und Reservoirwechsel.

Bitte bedenke, dass die Einhaltung guter Blutzuckerwerte zunehmend schwieriger wird, wenn die Insulininfusion immer an der gleichen Stelle vorgenommen wird.

Messe Deinen Blutzucker (BZ) Messe Deinen Blutzucker 2 bis 3 Stunden nach dem Infusionsset-Wechsel. Nur so kannst Du sicher sein, dass Dein Infusionsset richtig eingeführt ist und Du Insulin erhälst.

 

QUELLEN: 1 Thethi TK, Rao A, Kawji H, et al. Consequences of delayed pump infusion line change in patients with type 1 diabetes mellitus treated with continuous subcutaneus insulin infusion. Journal of Diabetes and Its Complications. March 2010 (Vol. 24, Issue 2, Pages 73-78).

Was kann ich tun, wenn ich auf die Pflaster von Infusionssets reagiere?

Es gibt die Möglichkeit der so genannten Sandwich-Methode. Die Sandwich-Methode darf nur bei Infusionssets angewendet werden. Bereite die Haut vor und lass sie abtrocknen.

  1. Klebe ein Hypoallergen Pflaster (bei uns erhältlich) oder ein anderes dünnes Pflaster, von dem Du weißt, dass Du darauf nicht reagierst, direkt auf Deine Haut.
  2. Führe das Infusionsset durch das Hypoallergen Pflaster ein. Befolge dabei die Anweisungen zur Einführung von Infusionssets. Das Pflaster des Infusionssets klebt nun auf dem Hypoallergen Pflaster anstatt auf Deiner Haut.

Wende die Sandwich-Methode nicht bei Sensoren an, da die Elektrode empfindlich ist und beschädigt wird, wenn sie durch etwas anderes als trockene, mit Alkohol gereinigte Haut eingeführt wird. Du kannst natürlich an entsprechender Stelle vorher eine Aussparung vornehmen, so dass die Elektrode nicht durch das Pflaster gestochen wird.

Welches Infusionsset passt zu mir?

Bei der Auswahl des richtigen Infusionssets für Dich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehören Alter, Lebensweise, Körperbau oder individuelle Vorlieben. Mithilfe unseres Assistenten für die Auswahl des Infusionssets findest Du das Set, das für Dich am besten geeignet ist.

https://www.medtronic-diabetes.de/minimed-produkte/insulinabgabe/infusionssets

Tipp: Beginne nach Rücksprache mit Deinem Diabetologen / Diabetesberater mit einem Infusionsset mit der für Dich längstmöglichen Kanülenlänge. Solltest Du das Tragen als unangenehm empfinden, besprich mit Deinem Diabetologen / Diabetesberater, ob eine kürzere Alternative oder ein anderes Set für Dich in Frage kommt. Falls Du weitere Fragen zur Handhabung Deines Infusionssets hast, wende Dich bitte an Dein zuständiges Insulinpumpenzentrum oder auch gerne an den Medtronic Diabetes Service unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 6464633.

Infusionsset_1

Ist das Zubehör mit meiner Insulinpumpe kompatibel?

Die meisten Accessoires passen für alle Medtronic Pumpentypen und -größen. Aber es gibt auch wenige Accessoires, die wir speziell für die MiniMed® 640G oder die MiniMed® Veo™ (Serie 5 oder 7) anbieten wie zum Beispiel die Silikonhüllen. Genauere Informationen dazu findest Du in unserem eShop oder im Produktkatalog unter Accessoires bzw. Zubehör.

Welche Taschen werden von meiner Krankenkasse bezahlt?

Die meisten Krankenkassen erstatten 1-2 Taschen pro Jahr. Dazu musst Du Dir die Tasche entweder rezeptieren lassen und dann bestellen oder Du kannst direkt bestellen, wenn Deine Krankenkasse einen Pauschalvertrag mit Ihrem Bezugspartner, zum Beispiel Medtronic, geschlossen hat. In unserem Produktkatalog oder im Medtronic eShop kannst Du ersehen, welche Taschen erstattungsfähig sind und welche selbst bezahlt werden müssen.

Was für Taschen gibt es zu meiner Insulinpumpe?

Je nachdem für welche Situation, bieten wir verschiedene Tragemöglichkeiten an. Wenn Du viel Sport treibst, ist es wichtig, die Pumpe bequem tragen zu können, aber auch vor Schweiß zu schützen. Dafür gibt es eine spezielle Sportkollektion. Auch für Kinder bieten wir sowohl sichere als auch lustige Taschen an, die den Alltag mit Diabetes verschönern sollen.

Genauere Informationen dazu findest Du in unserem eShop oder im Produktkatalog unter Accessoires bzw. Zubehör.

Wo kann ich meine Insulinpumpe tragen?

Es gibt eine Vielzahl von Accessoires und Zubehör, mit deren Hilfe Du die Pumpentherapie bequem und einfach in Deinen Alltag einfügen kannst. Es gibt Taschen für den Oberschenkel, Hemden mit Taschen für Rücken und Arme, Bauchgurte, BH-Taschen oder auch Taschen mit Clip zum Tragen am Gürtel.

Kann ich Infusionssets anderer Hersteller mit den MiniMed Insulinpumpen verwenden?

Medtronic prüft keine Reservoirs und Infusionssets anderer Hersteller und kann somit auch die Leistungsfähigkeit solcher Reservoirs und Infusionssets in Kombination mit Medtronic MiniMed® Insulinpumpen nicht garantieren. Wenn Du Verbrauchsmaterialien benutzt, die nicht von Medtronic stammen, entsteht eine Produktkombination, die in den Risikoanalysen von Medtronic nicht berücksichtigt wurde. Wenn dadurch Schäden entstehen, gilt die Garantie für die Pumpe nicht.

Welche Infusionssets gibt es?

Medtronic bietet eine große Auswahl an Infusionssets an, um den individuellen Bedürfnissen zu entsprechen. Die Auswahl umfasst:

Bei der Auswahl des richtigen Infusionssets für Dich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Dazu gehören Alter, Lebensweise, Körperbau oder inpiduelle Vorlieben. Mithilfe unseres Assistenten für die Auswahl des Infusionssets findest Du das Set, das für Dich am besten geeignet ist.

Hinweise für ein zeitweiliges Ablegen

Wenn Du den Tag am Strand verbringen oder eine “”Pumpenpause”” einlegen möchtest, kannst Du Dir die dafür notwendige vorübergehende Rückkehr zu Insulinspritzen/Pens dadurch vereinfachen, dass Du vorher einen entsprechenden Plan machst. Nachfolgend findest Du einige Richtlinien, die Dich und Dein Diabetesteam bei der Erstellung eines solchen Plans unterstützen können.

Hinweis: Bei diesen Richtlinien gehen wir davon aus, dass Du weiterhin Dein Pumpeninsulin (meistens kurzwirksames Humalog® oder NovoRapid®) benutzt, es Dir aber selbst injizierst.

4 - Software

Wie sieht es mit dem Zugriff Dritter auf die CGM-Daten aus?

Die Nutzung des CGM-Systems erfordert die Erhebung von Glukosedaten mittels eines Transmitters. Diese Daten werden vom Transmitter per Funk an die Insulinpumpe übertragen und auf dem Display der Insulinpumpe kontinuierlich angezeigt. Die Daten werden in der Insulinpumpe gespeichert. Im Rahmen der ärztlichen Therapie können die Daten durch den Facharzt ausgelesen und analysiert werden. Die vom Arzt hierzu genutzte Software ist nicht webbasiert, sondern befindet sich innerhalb der gesicherten IT Infrastruktur der Praxis des Arztes bzw. des Krankenhauses, an dem er tätig ist. Die Daten werden dann zusätzlich im Rahmen der Therapie-und Behandlungsentscheidungen des Arztes auf dem Praxis- bzw. Klinikserver gespeichert.
Weitere oder andere Software ist für den Betrieb des CGM Systems nicht erforderlich. Der Hersteller hat zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit, auf die in der Insulinpumpe oder dem Praxis-bzw. Klinikserver gespeicherten Daten zuzugreifen.

Ich habe Windows 10, kann ich CareLink Personal dann nicht verwenden?

Bitte öffne Microsoft Edge und suche nach unserer CareLink® Webseite (https://carelink.minimed.eu)

Du bekommst dann folgende Fehlermeldung angezeigt:

QA_Windows 10_1

Bitte klicke dann:

1) oben rechts auf das Menü und

2) wähle „Mit Internet Explorer öffnen“ aus

Windows 10_2-mit IE öffnen

Du bekommst dann wieder eine Fehlermeldung angezeigt, hier kannst Du jedoch auf „weiter“ klicken.

Windows 10_3-weiter

Die Webseite wird sich dann ganz normal öffnen und Du kannst dich einloggen.

 

 

 

 

Welche Internet-Browser und Betriebssysteme werden von der CareLink Personal-Software unterstützt?

Das System ist derzeit für die Verwendung mit Microsoft® Internet Explorer® Version 7, 8 oder 9, Internet Explorer 10 oder 11 Desktop (Windows), mit Apple® Safari® 5, 6, 7 oder 8 (Mac OS) sowie mit Mozilla® Firefox® 24 validiert. Andere Browser können möglicherweise auch verwendet werden, jedoch kann Medtronic Diabetes deren einwandfreie Funktion nicht garantieren.

Folgende Betriebssysteme werden unterstützt:

  • Microsoft® Windows®:
    • XP Home/Professional
    • Vista® Home/ Business /Ultimate
    • 7 Home, Professional /Ultimate
    • 8, Pro/Enterprise
    • 10 Pro/ Enterprise

Mac OS®: 10.6, 10.7 (Lion), 10.8 (Mountain Lion) und 10.9 (Mavericks)

Sind meine medizinischen und personenbezogenen Daten sicher (CareLink)?

Privatsphäre und der Schutz Deiner personenbezogenen Daten und Informationen zu Deinem Gesundheitszustand sind ein Thema, das wir sehr ernst nehmen. Medtronic ist verpflichtet dafür zu sorgen, dass alle Deine personenbezogenen Daten geschützt sind und vertraulich behandelt werden. Die für das System eingesetzte Datenverschlüsselungs-Technologie Secure Socket Layer (SSL) gewährleistet die Sicherheit Deiner Daten bei der Übertragung.

Deine Daten werden auf einem Medtronic-eigenen geschützten Datenserver in Maastricht, Niederlande gespeichert. Für weitere Informationen lese bitte die Datenschutzerklärung unter den Datenschutz-Richtlinien.

Wie oft sollte ich die CareLink Software verwenden?

Ein regelmäßiger Upload der Daten hat zwei Vorteile. Erstens wird der einzelne Upload verkürzt, weil eine geringere Datenmenge verarbeitet werden muss. Zweitens kann Dein System nur Informationen von bis zu drei Monaten speichern (bei MiniMed® 640G 3 Monate, bei der Paradigm® VeoTM in Abhängigkeit der Nutzung von BolusExpert® auch weniger lange – unter Umständen nur etwa 2 Wochen bei sehr intensiver Nutzung des BolusExpert®), sodass regelmäßige Uploads auch dazu beitragen, Datenlücken in den Berichten zu vermeiden. Generell empfehlen wir, alle 4 bis 8 Wochen einen Upload vorzunehmen. Bitte stimme dies mit Deinem Diabetologen ab.

Was mache ich, wenn ich mein CareLink Passwort vergessen habe?

Klicke einfach auf den Link „Passwort vergessen?“, der im Anmeldebereich der Homepage angezeigt wird. Gebe dann auf die entsprechende Aufforderung hin Benutzernamen und E-Mail-Adresse ein. Wenn Du den Benutzernamen und die E-Mail-Adresse eingibst, die mit deinem Benutzerzugang verknüpft sind, wird Dir ein temporäres Passwort per E-Mail zugesendet. Mit diesem temporären Passwort kann bis zu 24 Stunden nach der Ausgabe auf das System zugegriffen werden. Wenn Du das System mit dem temporären Passwort startest, wirst Du gebeten, ein neues Passwort für alle nachfolgenden Besuche zu erstellen.

Wie kann ich Berichte mit der CareLink Personal Software erstellen?

Auf der Hauptseite für die Berichte kannst Du aus dem Menü auf der linken Seite des Bildschirms einen Bericht auswählen. Wähle das Datum oder einen Zeitraum für den Bericht und klicke auf „Weiter“. Dein Bericht wird als PDF-Datei in einem separaten Fenster angezeigt.

Wie kann ich meinem Arzt meine CareLink Therapieberichte zugänglich machen?

Du kannst die Berichte ausdrucken und mitnehmen und/oder Du kannst die Berichte auf Deinem Computer speichern und dann per E-Mail versenden.

Hinweis: Bitte hole das Einverständnis Deines Arztes ein, bevor Du ihm Berichte per E-Mail sendest. Denke außerdem daran, dass E-Mail-Verkehr keine sichere Kommunikationsform ist.

Die CareLink® Personal Software ist so ausgelegt, dass sie mit der CareLink® Pro Software (auf dem Computer Deines Arztes) zusammenarbeiten kann. Wenn Dein Arzt die CareLink® Pro Software benutzt, kann er sich vor Deinem Termin die Daten Deines Systems von Deinem CareLink® Personal Account herunterladen (mit Deiner ausdrücklichen Genehmigung und einem persönlichen Passwort).

Wie lange dauert es, Daten in CareLink Personal hochzuladen?

Wenn Du die Daten regelmäßig hochlädst (d. h., alle 2 bis 4 Wochen), dauert der Upload etwa 2 bis 4 Minuten, je nachdem, wie häufig Du Deine Insulinpumpe und die CGM-Funktionen nutzt.

Was muss ich tun, um das Programm CareLink Personal benutzen zu können?

Gehe auf die Website von CareLink® Personal (www.carelink.minimed.eu), klicke auf “Jetzt anmelden” und befolge die Anweisungen, um Deinen CareLink® Personal Account einzurichten. Du brauchst ein CareLink®-Übertragungsgerät (CareLink® USB-Stick oder entsprechendes Contour® Next Link/ Contour® Next Link 2.4 Blutzuckermessgerät, welches mit Deiner Pumpe verbunden sein muss), um die Daten aus Deiner Insulinpumpe auszulesen.

Wo finde ich die CareLink Personal Software?

Klicke hier, um auf die Website von CareLink® Personal zu gelangen.

Ich habe Probleme bei der Installation von Java

Wenn es bei der Installation von JavaTM Probleme gibt, musst Du das Java-Plug-in eventuell selbst herunterladen und installieren. Gehe folgendermaßen vor (es ist hilfreich, wenn Du Dir diese Anleitung ausdruckst, bevor Du weitermachst):

  • Lade das Java-Plug-in herunter und speicher es auf Deinem Computer oder auf einem anderen Medium, auf das Du zugreifen kannst.
  • Schließe alle Fenster des Internet Explorers.
  • Doppelklick auf die Datei, die Du gerade eben heruntergeladen hast und befolge die Anweisungen des Installationsprogramms.
  • Klicke auf “Upload”.
  • Wenn das Applet startet, war die Installation erfolgreich.

Was kostet die CareLink Personal Software?

Die CareLink® Personal Software ist kostenlos erhältlich. Du brauchst nur einen Internetzugang und ein CareLink®-Übertragungsgerät (CareLink® USB-Stick oder Blutzuckermessgerät). Bitte frage beim Medtronic Diabetes Service unter 0800-6464633 nach, wie Du ein Gerät zum Auslesen Deiner Insulinpumpe in die Software CareLink® erhältst.

Was ist Java und warum brauche ich es, um die CareLink Personal Software zu benutzen?

CareLink® Personal Software nutzt die Java™-Technologie, damit Du Deine Daten aus Deiner Pumpe und dem/den Messgerät(en) in die Datenbank des Systems hochladen kannst. Wenn auf Deinem Computer nicht schon die notwendige Version des Java-Plug-in installiert ist, übernimmt CareLink® Personal Software mit Deiner Erlaubnis das Herunterladen und die Installation des Plug-ins.

Was ist die CareLink Personal Software?

CareLink Personal ist eine webbasierte Software, die nicht im Standard-Lieferumfang des CGM Systems enthalten ist. Eine Nutzung von CareLink Personal ist für den Betrieb  des CGM Systems nicht erforderlich und mithin auch ohne Nachteile für den Patienten. Die Patienten werden im Rahmen der Anmeldung über die Datenverarbeitung und Speicherung ausführlich informiert und erklären sich damit aktiv einverstanden. Care Link Personal unterliegt dem europäischen Datenschutzrecht und die Daten verbleiben in der europäischen Union; der Server befindet sich in den Niederlanden.  Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht.

5 - Blutzuckermessgerät

Wie lange kooperieren Ascensia Diabetes Care (ehemals Bayer) und Medtronic bereits?

Seit 2009 haben wir eine erfolgreiche Partnerschaft und bündeln seither die Stärken von Medtronic und Ascensia Diabetes Care, um den Fortschritt in der Diabetestherapie voranzutreiben.

Besteht die Gefahr, dass CONTOUR NEXT LINK 2.4 einen Virus auf Computer überträgt?

Nein, es besteht keine Gefahr, dass CONTOUR® NEXT LINK 2.4 einen Virus auf Computer überträgt, da CONTOUR® NEXT LINK 2.4 keinen freien Speicherplatz beinhaltet.

In welchen Schritten kann die Bolusabgabe über CONTOUR NEXT LINK 2.4 vorgenommen werden?

Die Einstellung „Bolus-Schrittgröße“ bestimmt die Anzahl an Einheiten, die bei Anpassungen der Bolusabgabemenge in den Anzeigen „Manueller Bolus“ und „Voreingestell. Bolus“ mit jedem Tastendruck erhöht oder reduziert wird. Die Bolus-Schrittgröße in CONTOUR® NEXT LINK 2.4 wird durch die Einstellungen in der MiniMed® 640G Insulinpumpe von Medtronic bestimmt. Die Schrittgröße kann auf 0,1; 0,05 oder 0,025 Einheiten an der Pumpe eingestellt werden. Das Blutzuckermessgerät CONTOUR® NEXT LINK 2.4 übernimmt die Einstellungen der Pumpe automatisch.

Wie hoch ist der maximal einstellbare Bolus vom Messgerät?

Der maximal einstellbare Bolus begrenzt die Menge an Bolusinsulin, die in einem einzigen Bolus abgegeben werden kann. Der maximal einstellbare Bolus beträgt 75 Einheiten. Grundlage ist die in der MiniMed® 640G unter „Max. Bolus“ eingestellte maximale Bolusmenge pro Bolus. Die Werkseinstellung liegt hier bei 10 Insulineinheiten.

Wie viele Boli können maximal in der MiniMed 640G voreingestellt werden?

Es können bis zu acht unterschiedliche Boli voreingestellt werden. Voreingestellte Boli ermöglichen es Dir, Boli für bestimmte Mahlzeiten oder Snacks, die Du häufig zu Dir nimmst, einzurichten und zu speichern. Die Einstellungen werden in der MiniMed® 640G Insulinpumpe von Medtronic vorgenommen. Das Blutzuckermessgerät CONTOUR® NEXT LINK 2.4 übernimmt die an der Pumpe eingestellten Boli automatisch. Die voreingestellten Boli können dann auch über das CONTOUR® NEXT LINK 2.4  abgegeben werden.

Wie hoch ist die Akkulaufzeit von CONTOUR NEXT LINK 2.4? Wie häufig muss der Akku wieder aufgeladen werden?

Das Blutzuckermessgerät CONTOUR® NEXT LINK 2.4 von Ascensia Diabetes Care hat einen wiederaufladbaren Akku. Der Akku muss aufgeladen werden, bevor das Messgerät verwendet werden kann. Während des Aufladens kann keine Blutzuckermessung durchgeführt werden.

Die Ladehäufigkeit des CONTOUR® NEXT LINK 2.4 ist abhängig von der Benutzungshäufigkeit. Der Akkustatus erscheint mit einem Batteriesymbol auf der Anzeige „Sensor an Blut führen“ und auf der Hauptmenüanzeige. Das Symbol zeigt den aktuellen Ladezustand des Akkus an. Je länger der Akku in Gebrauch ist, desto weniger Füllfarbe ist im Batteriesymbol sichtbar. Bei niedrigem Ladezustand schlägt die Farbe in Gelb, und wenn der Akku nahezu leer ist, in Rot um.

Die Erfahrung zeigt: Die Ladedauer des Akkus beträgt bei der ersten Aufladung circa drei Stunden, ansonsten circa zwei Stunden. Mit einem vollständig geladenen Akku können ca. 84 Blutzuckermessungen und 28 Bolusübertragungen innerhalb von ca. zwei Wochen durchgeführt werden. Die Lebensdauer des Messgeräts bzw. des Akkus beträgt in der Regel fünf Jahre. Ein Netzladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Wie nah muss sich das CONTOUR NEXT LINK 2.4 an meiner Medtronic-Pumpe befinden, damit das Signal sicher empfangen wird?

Um eine funkgesteuerte Verbindung zu ermöglichen, darf der Abstand zwischen Ihrem CONTOUR® NEXT LINK 2.4 Messgerät und der MiniMed®-Insulinpumpe nicht mehr als 1,83 Meter betragen.

Wie „sendet“ das CONTOUR NEXT LINK 2.4 einen Messwert an die MiniMed 640G?

Das CONTOUR® NEXT LINK 2.4 gibt ein Hochfrequenz-Funksignal ab, das von der MiniMed® 640G Insulinpumpe von Medtronic empfangen wird. Diese spezifische Frequenz ist eigens auf das Ascensia Diabetes Care/ Medtronic-System abgestimmt und wird von anderen Pumpenfabrikaten nicht empfangen. Die Abstimmung durch Eintrag der Seriennummer gewährleistet, dass Werte ausschließlich von diesem CONTOUR® NEXT LINK 2.4 empfangen werden.

Soll ich mich bei Fragen oder Reklamationen mit dem CONTOUR NEXT LINK 2.4 (oder CONTOUR NEXT LINK) an Medtronic oder Ascensia wenden?

Wenn es sich um eine Frage oder Reklamation der CONTOUR® NEXT Blutzuckerteststreifen handelt, wende Dich bitte an den Ascensia Diabetes Service. Ebenso ist bei Reklamationen zum CONTOUR® NEXT LINK 2.4 (oder CONTOUR® NEXT LINK) selbst oder zum CONTOUR® zu verfahren. Tel. 0800 / 7261880 (kostenfrei).

Ascensia ist bei Defektmeldung komplett verantwortlich – also auch für den Austausch.

Wenn es sich um eine Frage zur MiniMed® 640G Insulinpumpe von Medtronic oder zur Verbindung von Pumpe und Messgerät handelt, wende Dich bitte an den Medtronic-Kundenservice, Tel. 0800 / 6464633 (kostenfrei).

Hier findest Du eine Anleitung zur Verbindung von Pumpe und Messgerät.

Kann ich ein Zweitgerät (CONTOUR NEXT LINK 2.4 /CONTOUR NEXT LINK) bekommen?

Ascensia Diabetes Care stellt Kindern (< 18 Jahre) über den Ascensia Diabetes Service kostenfrei ein Zweitgerät CONTOUR® NEXT LINK 2.4 zur Verfügung. Bitte wende Dich hierfür an den Ascensia Diabetes Service unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 / 7261880.

Zweitgeräte für Erwachsene (ab 18 Jahre) können über eine ärztliche Verordnung direkt von Medtronic bezogen werden. Dies entspricht dem Vorgehen bei CONTOUR® NEXT LINK. Die unverbindliche Preisempfehlung von Medtronic beträgt 49,90 €. Die Höhe der Erstattung über die Kasse ist regional und kassenabhängig unterschiedlich. Medtronic übernimmt die Abrechnung mit der jeweiligen Kasse.

Darüber hinaus stellt Ascensia allen Kunden gerne ein CONTOUR® XT oder ein CONTOUR® NEXT kostenfrei als Zweitgerät zur Verfügung. Sie verwenden ebenso wie CONTOUR® NEXT LINK 2.4 den CONTOUR® NEXT Blutzuckerteststreifen, können jedoch nicht mit einer Medtronic Pumpe verbunden werden.

Wo erhalte ich eine Bedienungsanleitung für mein CONTOUR NEXT LINK/ CONTOUR NEXT LINK 2.4 Messgerät?

Gehe auf die Website von Ascensia Diabetes Care. Dort kannst Du die Bedienungsanleitung für Dein CONTOUR® NEXT LINK/CONTOUR® NEXT LINK 2.4 Blutzuckermessgerät herunterladen.

Wie sende ich einen Bolus mit dem CONTOUR NEXT LINK 2.4 an meine MiniMed 640G Insulinpumpe?

Die Bolus-Funktion ermöglicht – bei bestehender Verbindung zwischen Pumpe und Messgerät – das Senden eines manuell eingestellten oder voreingestellten Bolus vom Messgerät an Deine Pumpe.

Ein manuell eingestellter oder voreingestellter Bolus kann entweder von der Ergebnisanzeige der Blutzuckermessung oder vom Hauptmenü gesendet werden. Weitere Informationen zur Aktivierung/Deaktivierung des Fern-Bolus in der Pumpe kannst Du der Bedienungsanleitung Deiner MiniMed® 640G Insulinpumpe entnehmen.

HINWEIS: Um von Deinem Messgerät einen Bolus senden zu können, muss eine Verbindung mit der Pumpe bestehen, UND der Fern-Bolus muss in der Pumpe AKTIVIERT worden sein. Werkseitig ist der Fern-Bolus in der Pumpe AKTIVIERT. Weitere Informationen sind der Bedienungsanleitung der Medtronic MiniMed®-Insulinpumpe zu entnehmen.

Falls in Deiner Pumpe die Option Funktionssperre AN ist, wirst Du gefragt, ob Du mit dem Bolus fortfahren willst. Die Funktionssperre ist eine Einstellung der MiniMed®-Pumpe, die den Zugang zu kritischen Pumpeneinstellungen einschränkt. Weitere Einzelheiten kannst Du bitte der Bedienungsanleitung Deiner Medtronic MiniMed®-Insulinpumpe entnehmen.

BZMG CNL2.4_1-Bolus

BZMG CNL2.4_2-Bolus

Wie lasse ich die Pumpenverbindung anzeigen und wie trenne ich die Verbindung zwischen Messgerät und Pumpe?

Dein Messgerät muss mit Deiner MiniMed®-Insulinpumpe verbunden sein, um die Pumpenverbindung anzuzeigen oder zu trennen.

BZMG_1-Pumpe trennen

Wie ändere ich die Sendeoptionen zwischen Messgerät und Insulinpumpe?

HINWEIS: Das Messgerät muss mit der MiniMed®-Insulinpumpe verbunden sein, um die Sendeoptionen einstellen oder ändern zu können.

Mit den Sendeoptionen steuerst Du, wie Dein Messgerät Messwerte an Deine Pumpe sendet.

Drei Optionen stehen zur Auswahl:

Immer Das Messgerät sendet die Messergebnisse immer
Fragen Das Messgerät fragt nach, bevor es die Messwerte sendet
Nie Das Messgerät sendet die Messergebnisse nie

 

HINWEIS: Du kannst Messungen durchführen und die Sendeoptionen auf „Nie“ einstellen, wenn Du möchtest, dass kein Funksignal ausgesendet wird (beispielsweise, wenn Du in einem Flugzeug gebeten wirst, alle elektronischen Geräte abzuschalten).

BZMG_1-Sendeoptionen

Wie verbinde ich mein CONTOUR NEXT LINK/ CONTOUR NEXT LINK 2.4 Blutzuckermessgerät mit meiner Medtronic-Pumpe?

Du kannst Deine Pumpe so programmieren, dass diese automatisch Blutzuckermesswerte von Deinem kompatiblen Bayer Blutzuckermessgerät empfängt. Du findest Informationen darüber, wie Du Dein CONTOUR® NEXT LINK oder CONTOUR® NEXT LINK 2.4 Messgerät mit Deiner Medtronic-Pumpe verbindest, auch in der Bedienungsanleitung oder Kurzanleitung für Dein Messgerät.

 

CONTOUR® NEXT LINK

So einfach verbindest Du CONTOUR® NEXT LINK mit Deiner Insulinpumpe. Das CONTOUR® NEXT LINK ist mit den Insulinpumpen MiniMed® Veo™ und MiniMed® Real Time sowie dem Guardian® REAL-Time CGM-System kompatibel.

  1. Insulinpumpe vorbereiten:

BZMG CNL_1-Pumpe vorbereiten

  1. CONTOUR® NEXT LINK verbinden:

BZMG CNL_2-CNL verbinden

  1. CONTOUR® NEXT LINK sendet jetzt die Messwerte automatisch an Deine Insulinpumpe.

 

CONTOUR® NEXT LINK 2.4

Wenn zwischen Deinem Messgerät und der Pumpe eine Verbindung besteht, können die gemessenen Blutzuckerwerte und ein Fern-Bolus an die Pumpe gesendet werden. Eine Verbindung zu Deiner Pumpe kann auf zwei Arten hergestellt werden: Manuell verbinden und Auto-Verbinden.

Verwende Auto-Verbinden, um schnell eine Verbindung zur Pumpe herzustellen. Verwende Manuell verbinden, falls sich andere Medtronic-Systeme in der Nähe befinden. Wenn Du Manuell verbinden wählst, wirst Du aufgefordert, die Seriennummer des Messgeräts einzugeben, so dass die Pumpe das Messgerät erkennen kann. Bei der Option Auto-Verbinden muss die Seriennummer nicht eingegeben werden. Messgerät und Pumpe suchen einander, und Du musst die Seriennummern nur bestätigen, damit die Verbindung hergestellt wird.

 

Herstellen einer automatischen Verbindung mit der Pumpe

HINWEIS: Lege Messgerät und Pumpe nebeneinander, bevor Du die Verbindung herstellst. Du musst zwischen beiden Geräten wechseln, um die Verbindung herzustellen.

BZMG CNL2.4_1-auto verbinden

BZMG CNL2.4_2-auto verbinden

BZMG CNL2.4_3-auto verbinden

BZMG CNL2.4_4-auto verbinden

BZMG CNL2.4_5-auto verbinden

 

Herstellen einer manuellen Verbindung mit der Pumpe

HINWEIS: Lege Messgerät und Pumpe nebeneinander, bevor Du beginnst. Du musst zwischen beiden Geräten wechseln, um die Verbindung herzustellen.

BZMG CNL2.4_1-manu verbinden

BZMG CNL2.4_2-manu verbinden

BZMG CNL2.4_3-manu verbinden

BZMG CNL2.4_4-manu verbinden

 

Welche Teststreifen werden mit dem CONTOUR NEXT LINK / CONTOUR NEXT LINK 2.4 verwendet?

CONTOUR® NEXT LINK und CONTOUR® NEXT LINK 2.4 werden mit CONTOUR® NEXT Teststreifen verwendet. CONTOUR® NEXT Teststreifen sind in Apotheke und Handel erhältlich. Du kannst diese auch einfach bei Medtronic bestellen: im eShop oder telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800-6464633. CONTOUR® NEXT Teststreifen können verordnet werden. (PZN: 8884487)

Wie erhalte ich ein CONTOUR NEXT LINK Blutzuckermessgerät?

Wenn Du ein kompatibles Medtronic-Gerät nutzt und bisher noch kein CONTOUR® NEXT LINK Messgerät besitzt, melde Dich bitte bei dem Medtronic Diabetes Service unter der kostenfreien Rufnummer: 0800-6464633 oder schreib uns eine Nachricht über das Kontaktformular.

Wie erhalte ich ein CONTOUR NEXT LINK 2.4 Blutzuckermessgerät?

Wenn Du eine MiniMed® 640G Insulinpumpe nutzt, erhältst Du mit Deiner Pumpe automatisch ein CONTOUR® NEXT LINK 2.4 Messgerät.

Welche Unterschiede gibt es zwischen CONTOUR® NEXT LINK und CONTOUR NEXT LINK 2.4?

CONTOUR® NEXT LINK und CONTOUR® NEXT LINK 2.4 von Ascensia Diabetes Care kommunizieren mit unterschiedlichen Insulinpumpen.

  • Das CONTOUR® NEXT LINK ist mit den Insulinpumpen MiniMed® Veo™ und MiniMed® Real Time sowie dem Guardian® REAL-Time CGM-System kompatibel.
  • Das CONTOUR® NEXT LINK 2.4 ist das einzige Blutzuckermessgerät, das per Funk mit der MiniMed® 640G Insulinpumpe kommunizieren kann.

6 - Sonstiges

Ich möchte meinen eShop Zugang löschen. Wie mache ich das?

Falls Du Deinen eShop nicht länger verwenden möchten, sende uns bitte eine E-Mail mit Deinem Namen, Deiner Adresse sowie Deinem Geburtsdatum an unser Kundendienst-Team (csdiabetes@medtronic.de), damit wir Dein Konto so schnell wie möglich deaktivieren können.

Was ist für die Anmeldung im Medtronic eShop erforderlich?

Die Einrichtung eines eShop Kontos ist möglich, wenn Du der Nutzer einer Insulinpumpe/eines Monitors oder ein Erziehungsberechtigter eines Nutzers bist. Auch als medizinische Fachkraft im Auftrag eines Patienten, kannst Du ein Konto beantragen. Zum Einrichten eines Kontos registriere Dich online: Hier anmelden

Wenn Du unseren eShop nutzen möchtest, um Bestellungen vorzunehmen, welche Du per Rechnung oder mit Kreditkarte zahlen möchtest, benötigen wir ausschließlich Deine persönlichen Angaben, wie Vor- und Zuname, Straße und Hausnummer, PLZ und Ort und Telefonnummer. Wenn Du Bestellungen vornehmen möchtest, die von Deiner Krankenversicherung übernommen werden, benötigen wir zusätzlich Deine Krankenkassen- bzw. Versicherungsdaten. Sobald Deine Registrierung abgeschlossen ist, erhältst Du von uns Deine Zugangsdaten. Dies kann 2-3 Tage in Anspruch nehmen.